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Bluthochdruck

Etwa die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland leidet unter Bluthochdruck. Doch nur rund jeder Zweite weiß überhaupt davon. Das Problem: Ein erhöhter Blutdruck schmerzt nicht und verursacht zunächst kaum Beschwerden. Dennoch ist Bluthochdruck nicht zu unterschätzen, denn er steigert das Risiko für Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. Bluthochdruck sollte daher unbedingt durch einen Arzt behandelt werden. Aber auch unser tägliches Verhalten wirkt auf den Blutdruck. Lesen Sie hier, was den Blutdruck beeinflusst und was Sie selbst tun können, um Ihren Blutdruck zu senken.

Wann ist der Blutdruck erhöht?

Als Blutdruck bezeichnet man den Druck, den das Blut auf unsere Gefäße ausübt. Optimal ist ein Blutdruck von etwa 120/80 mmHG (sprich: 120 zu 80). Der erste Wert ist der so genannte systolische und der zweite der diastolische Blutdruck. Der höhere systolische Blutdruck entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in den Körper pumpt. Der niedrigere diastolische Blutdruck wird gemessen, wenn der Herzmuskel sich dehnt und die Herzkammern sich wieder mit Blut füllen.

Erreicht der Blutdruck Werte von 140/90 mmHG ist er bereits leicht erhöht. Werte über 180/110 mmHG gelten als schwerer Bluthochdruck. Fachleute bezeichnen Bluthochdruck auch als Hypertonie.

Welche Folgen hat Bluthochdruck?

Ein normaler Blutdruck sorgt dafür, dass unser Körper mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Bei Menschen mit Bluthochdruck übt das Blut stärkeren Druck auf die Blutgefäße aus. Zudem muss der Herzmuskel stärker pumpen. Dies verursacht auf Dauer eine Verengung der Blutgefäße und belastet das Herz. Langfristig entstehen dadurch Gefäßerkrankungen, Herzschwäche und Nierenschäden bis hin zu Herzinfarkt und  Schlaganfall.

Ursachen: Wodurch Bluthochdruck entsteht

Es gibt zwei Arten von Bluthochdruck, den primären und den sekundären. Der sekundäre Bluthochdruck tritt als Folge von anderen Krankheiten oder in der Schwangerschaft auf.  90 % der Betroffenen haben jedoch einen primären Bluthochdruck, der eine eigenständige Erkrankung ist. Eine Veranlagung zum Bluthochdruck ist erblich. Auch das Alter und die Wechseljahre erhöhen das Risiko. Doch häufig entsteht Bluthochdruck durch einen ungünstigen Lebensstil, und genau an diesem Punkt kann man selbst etwas dagegen tun. Übergewicht, zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol und zu viel Salz, sowie Rauchen und Stress zählen zu den häufigsten Faktoren, die zu einem erhöhten Blutdruck beitragen. Je mehr dieser Risikofaktoren gemeinsam auftreten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen zu hohen Blutdruck.

Symptome bei Bluthochdruck

Anfangs bemerken Betroffene ihren Bluthochdruck gar nicht, da er nicht schmerzt und keine eindeutigen Beschwerden verursacht. Ernsthafte Symptome von Bluthochdruck stellen sich häufig erst nach Jahren ein. Zunächst leiden Betroffene eher unter allgemeinen Beschwerden, die nicht explizit auf einen zu hohen Blutdruck hinweisen. So zählen Schwindel, morgendliche Kopfschmerzen, Herzklopfen und Kurzatmigkeit bei Belastungen zu den Symptomen. Ebenso können Nervosität, Müdigkeit und Schlafstörungen Anzeichen von Bluthochdruck sein. Wer vermehrt solche Symptome bemerkt, sollte mal seinen Blutdruck kontrollieren.

Übrigens: Nicht nur alte Menschen haben einen erhöhten Blutdruck. Zwar steigt die Wahrscheinlichkeit mit dem Alter, doch sind infolge von Übergewicht und Diabetes immer mehr junge Menschen betroffen.

Regelmäßig Blutdruck messen – Folgen verhindern

Um die Gefahren eines Bluthochdrucks zu verhindern, muss man zunächst wissen, ob der eigene Blutdruck erhöht ist. Lassen Sie Ihren Blutdruck daher regelmäßig vom Arzt messen. Ein Blutdruck unter 140/90 mm HG gilt noch als normal. Liegt der Blutdruck bei mehrmaliger Messung in Ruhe über den normalen Werten, spricht man von Bluthochdruck. Das gilt auch dann, wenn nur einer der beiden Werte überschritten wird. Wer seinen Blutdruck zuhause kontrollieren möchte, kann dies problemlos mit einem kleinen handelsüblichen Blutdruckmessgerät tun. Wie sie dabei Messfehler vermeiden, lesen Sie im Infokasten.

Vorbeugen und Behandeln: Das können Sie tun

Um Bluthochdruck vorzubeugen oder einen leicht erhöhten Blutdruck in den Griff zu kriegen, empfiehlt es sich, einige Lebensgewohnheiten zu ändern. Wer übergewichtig ist, sollte möglichst abnehmen. Mehr Bewegung lässt nicht nur Pfunde purzeln, sondern kräftigt auch das Herz und stabilisiert den Blutdruck. Auch die Ernährung hat Einfluss auf den Blutdruck. Was Sie essen oder nicht essen sollten, erfahren Sie im nächsten Absatz. Raucher sollten ihrem Blutdruck zuliebe das Rauchen einschränken oder ganz aufgeben. Vermeiden Sie Stress und gönnen Sie sich gezielt Entspannung.

Wenn diese Maßnahmen nicht greifen oder der Blutdruck stark erhöht ist, helfen verschiedene Medikamente, den Blutdruck zu senken. Gemeinsam mit dem Arzt wird ein Therapiekonzept festgelegt, das neben Medikamenten immer auch einen gesünderen Lebensstil  zum Ziel haben sollte.

Ernährung bei Bluthochdruck

Ideal für den Blutdruck ist eine fettreduzierte Ernährung mit viel Obst und Gemüse und Ballaststoffen. Essen Sie weniger tierische Fette wie fettreiches Fleisch und Wurst, Eier, Käse und fettreiche Milchprodukte. Stattdessen greifen Sie besser zu Pflanzenölen, fettarmem Fleisch und Milchprodukten. Da Salz bei manchen Menschen den Blutdruck erhöht, sollten Sie mit Salz - also auch mit Chips, Knabbereien, Wurst und Fertiggerichten usw. – vorsichtig sein, um die Salzmenge auf maximal 6 g pro Tag zu begrenzen.

Für Blutdruck-Patienten ist es wichtig, ausreichend zu trinken. Kaffee kann den Blutdruck allerdings erhöhen und sollte nur in Maßen genossen werden. Da Alkohol den Blutdruck in die Höhe treibt, sollten Bluthochdruck-Patienten bei alkoholischen Getränken zurückhaltend sein. Am besten trinken Männer nicht mehr als ein Glas Wein und Frauen maximal ein halbes Glas.

Tipps zur richtigen Messung des Blutdrucks

 

  • Eine Oberarm-Manschette sollte am Arm in Höhe des Herzens angebracht werden. Sitzt die Manschette zu hoch oder zu tief, kann es zu Messfehlern kommen.
  • Gönnen Sie sich vor der Messung Ihres Blutdrucks fünf Minuten Ruhe und messen Sie immer im Sitzen. Stress erhöht den natürlichen Blutdruck.
  • Ein einmalig erhöhter Blutdruckwert ist noch kein Anlass zur Sorge, denn der Blutdruck schwankt im Tagesverlauf. Auch sportliche Belastung, Stress, Kaffee oder Alkohol beeinflussen den Blutdruck. Messen Sie deshalb unbedingt mehrfach. Bei Bedarf kann der Arzt Ihnen ein Gerät zur 24-Stunden-Blutdruckmessung mitgeben.
  • Wenn Sie Ihren Blutdruck über längere Zeit kontrollieren möchten, messen Sie ihren Blutdruck möglichst immer zur gleichen Zeit am Morgen. So lassen sich die Werte am besten vergleichen. Falls Sie Blutdruck senkende Medikamente nehmen, sollte der Blutdruck vor Einnahme der Medikamente gemessen werden.