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Halloween feiern: Tipps und Hintergründe

Der 11. November wird traditionell Martini oder Martinstag genannt und vereint eine Fülle von Traditionen. Früher bildete der Martinstag einen wichtigen Einschnitt im Jahreslauf, war Zahltag und Festtag zugleich. Heute beginnen am 11.11. nicht nur  Karneval und Fastnacht. Traditionell stehen in dieser Zeit Martinsgänse auf dem Speiseplan. In manchen Regionen ziehen Kinder zu Ehren des Heiligen Sankt Martin mit Laternen durch die Straßen, singen und erhalten kleine Geschenke. Doch woher kommen eigentlich diese Bräuche? Wer war Sankt Martin, und warum besitzt der Martinstag so eine große Bedeutung? Wir geben Antworten auf diese Fragen.

Geschichte: Bedeutung des Martinstages

Schon seit Jahrhunderten war der 11. November für die Menschen ein ganz besonderer Tag. Traditionell endete an Martini das Bauernjahr. Die Menschen verabschiedeten sich von der hellen und hoffentlich ertragreichen Sommer- und Herbstzeit und bereiteten sich auf den Winter vor. Am Ende des Wirtschaftsjahres musste die Pacht gezahlt und ein Teil der Ernte, der so genannte „Zehnte“, an die Obrigkeit abgegeben werden. Soldaten sowie Knechte und Mägde erhielten ihren Lohn. Bei Bedarf konnten sie sich jetzt nach einer neuen Stellung umsehen. Zugleich dankte die Bevölkerung für eine gute Ernte und feierte mit Lichterprozessionen und einem ausgiebigen Mahl.

Der Namensgeber: Wer war Sankt Martin?

Der Heilige Martin von Tours gilt als Namenspatron des Martinstages. Geboren wurde er um 316 n. Chr. in einer römischen Provinz im heutigen Ungarn. Er wuchs in Italien auf. Als Sohn eines römischen Offiziers trat er ebenfalls als Soldat in die römische Armee ein. Schon hier fiel er durch seine Bescheidenheit und christliche Nächstenliebe auf. Martin lebte recht asketisch und half selbstlos Armen und Kranken. Schließlich verließ er das Militär und widmete sich ganz dem christlichen Glauben. Im Jahre 372 n. Chr. wurde Martin zum Bischof von Tours ernannt.

Legende: Wie Sankt Martin den Mantel teilt

Um die guten Taten des Heiligen Sankt Martin ranken sich etliche Legenden. Eine der bekanntesten ist die Teilung des Mantels. So soll Martin in einem bitterkalten Winter einen armen Mann getroffen haben, der gänzlich unbekleidet war und um Hilfe bat. Da Martin nur seinen Militärmantel bei sich hatte, griff er kurzerhand zum Schwert, teilte den Mantel entzwei und schenkte eine Hälfte dem frierenden Bettler.

Heute wird diese Episode am Martinstag gerne nachgespielt. Zudem begleitet ein Reiter in römischer Rüstung viele Martinsumzüge und teilt seinen Umhang. Die guten Taten des Heiligen Sankt Martin bilden heute oft eine wichtige Botschaft der Martinsfeiern, bei denen dazu aufgerufen wird, Menschen in Not zu helfen.

Tradition der Martinsumzüge mit Martinssingen

Rund um den Martinstag ziehen Kinder mit selbstgebastelten Laternen durch die dunklen abendlichen Straßen. In manchen Regionen, wie zum Beispiel im Rheinland, singen sie dabei nicht nur Laternenlieder sondern auch spezielle Sankt-Martins-Lieder. Ein Sankt Martin hoch zu Ross darf hier bei den Umzügen nicht fehlen. Am Ende wartet ein riesiges Martinsfeuer, und die Kinder bekommen je nach Region Weckmänner bzw. Stutenkerle oder Brezeln geschenkt. Teilweise ziehen die Kinder auch singend von Haus zu Haus und erhalten als Dank Süßigkeiten oder kleine Geldgeschenke.

Ein schöner Brauch, doch woher kommt er? Man vermutet, dass schon früher christliche Lichterprozessionen zu Ehren des Heiligen Sankt Martin veranstaltet wurden. Möglicherweise rührt der Brauch auch daher, dass nach der Ernte auf den leeren Feldern oft Feuer und Fackeln entzündet wurden. Nicht zuletzt spielten Feuer und Licht in der dunklen Jahreszeit eine besonders wichtige Rolle.

Kulinarischer Brauch: die Martinsgans

Eine knusprige Martinsgans, klassisch mit Rotkohl und Klößen oder auch modern zubereitet, gehört zur Tradition im November. Ein Brauch, den sich viele gerne schmecken lassen. Aber was hat die Gans mit Martin zu tun? Auch dazu gibt es eine Legende aus dem Leben des Heiligen Sankt Martin von Tours. Als dieser zum Bischoff ernannt werden sollte, hielt der bescheidene Mann sich für unwürdig für dieses hohe Amt. Deshalb soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben. Die Gänse verrieten ihn jedoch durch ihr Schnattern und sollen dafür in den Kochtopf gewandert sein.

Gänse zählten früher zu den Abgaben, die am Martinstag geleistet werden mussten. Zudem begann um Martini herum das große Schlachten, auch weil man damals die Tiere oft nicht über den Winter durchfüttern konnte. Und schließlich sollten das Ende des Wirtschaftsjahres und die gute Ernte mit einem Festmahl gefeiert werden. Weitere gute Gründe für die Tradition des Gänseessens um Martini herum.

Tipp: Mehr über Geflügel und die Zubereitung von Gänsen erfahren  Sie im Beitrag „Geflügel – mehr als nur Federvieh“. Worauf Sie bei Einkauf, Lagerung und Zubereitung von Geflügel achten sollten, zeigt der Beitrag „Geflügel: So sind Sie auf der sicheren Seite“.

 

Rezept für Martinsgans

Für ein leckeres Rezept für eine St. Martinsgans, schauen Sie doch mal auf unsere Rezeptdatenbank: