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Lebensmittel im Kühlschrank: Was kommt wohin?

Gerade im Sommer sind Kühlschränke ein Segen. Nicht nur wegen den erfrischend kühlen Getränken und den eisigen Schleckereien: Kühlschränke machen es möglich, dass unsere Lebensmittel in der Hitze nicht bereits innerhalb kürzester Zeit verderben. Doch nicht alle Plätze im Kühlschrank sind gleich kalt. Deshalb lohnt es sich, darauf zu achten, welche Speisen wo am besten aufgehoben sind. Während manche Lebensmittel es am liebsten knackig kalt mögen, leiden andere unter zu tiefen Temperaturen. Lesen Sie hier viele Tipps und Tricks, wie Sie ihre Lebensmittel optimal aufbewahren und möglichst lange frisch halten.

Kälte hemmt Bakterien und Enzyme

Die Lagerung im Kühlschrank hat einen entscheidenden Vorteil: Sie verringert den chemischen und enzymatischen Abbau in Lebensmitteln und hemmt Mikroorganismen. Viele Mikroorganismen, die den Verderb von Lebensmitteln verursachen, fühlen sich bei Kälte nicht wohl. Sie vermehren sich am schnellsten bei Temperaturen zwischen 20 und 40 °C, im Kühlschrank dagegen wird ihr Wachstum gehemmt. Dennoch wachsen Bakterien, Hefen und Schimmelpilze auch dort langsam weiter und lassen Speisen mit der Zeit schlecht werden.

Tipp: Mehr Infos zum Verderb von Lebensmitteln finden Sie in unseren Beiträgen: „Warum werden Lebensmittel schlecht?“ und „Wie lange sind Lebensmittel haltbar?“. 

Tipp: Lagern Sie nicht ganz reifes Obst zusammen mit Äpfeln. Diese scheiden besonders viel Ethylen aus und beschleunigen das Nachreifen.

Angriff durch Licht, Luft und Feuchtigkeit

Auch die Umgebungsbedingungen beeinflussen den Verderb von Lebensmitteln. Licht kann Farbe und Geschmack, aber auch die Nährstoffzusammensetzung verändern. Luft-Sauerstoff trägt zum Abbau von Aroma- und Nährstoffen bei. In feuchtigkeitsarmer Umgebung trocknen Lebensmittel aus. Ein feuchtes Milieu wiederum begünstigt das Wachstum von Bakterien und Schimmelpilzen. Wärme beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Niedrige Temperaturen dagegen können bei kälteempfindlichem Obst und Gemüse Kälteschäden verursachen.

Richtige Lagerung bremst den Verderb

Das Verderben von Lebensmitteln lässt sich zwar nicht verhindern, aber erheblich verlangsamen. Besonders wichtig: kühle Lagerung. Je niedriger die Temperaturen, desto schlechter vermehren sich die Mikroorganismen. Ab -10°C stellen die meisten Bakterien ihr Wachstum ein. Auch Enzyme sind bei niedrigen Temperaturen weniger aktiv. Erhitzen über 60°C macht Mikroorganismen ebenso den Garaus. So kann Abkochen die Haltbarkeit verlängern. Mikroorganismen brauchen zum Wachsen in der Regel Wasser. Deshalb sollten Lebensmittel nicht zu feucht aufbewahrt werden. Durch kompletten Wasserentzug, also Trocknen lassen sie sich sogar konservieren. Auch das Säuern ist eine beliebte Konservierungsmethode, da viele Bakterien das saure Milieu nicht vertragen. Licht, Luft und Sauerstoff sind für viele Prozesse des Verderbens erforderlich. Deshalb sollten Lebensmittel dunkel lagern. Eine geschlossene Verpackung verhindert den Zutritt von Luft und Sauerstoff. Sie schützt zudem vor der Übertragung von Keimen und Gerüchen.

So bleiben Lebensmittel länger frisch

  • Lagern Sie Lebensmittel möglichst kühl und dunkel. Ausnahme: Kälteempfindliche Obst- und Gemüsesorten wie Erdbeeren, Südfrüchte, Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen und Zucchini.
  • Trockene Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Mehl etc. ziehen leicht Feuchtigkeit. Sie sollten in trockener Umgebung aufbewahrt werden.
  • Saftige Lebensmittel wie Obst und Gemüse bleiben in einer leicht feuchten Umgebung länger frisch.
  • Jedes Lebensmittel sollte entsprechend seiner Natur verpackt sein. Entweder in fest verschlossenen Behältern, in luftigen Körben, in Folie, in gelochten Folienbeuteln oder in ein feuchtes Tuch eingeschlagen.
  • Achten Sie darauf, verschiedene Lebensmittel getrennt voneinander zu lagern, damit keine Bakterien übertragen werden.
  • Waschen Sie sich die Hände vor dem Umgang mit Lebensmitteln und verwenden Sie saubere Messer und Verpackungsmaterialien, damit die Lebensmittel nicht unnötig mit Keimen in Berührung kommen.