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Vorsicht, nass!

Worauf Sie bei einem Badeausflug mit Kindern achten sollten.
 

Wenn's an den Strand oder ins Freibad geht, sind die meisten Kinder nicht mehr zu halten. Wasser macht Spaß! Dass Wasser aber auch gefährlich sein kann, gerät bei aller Begeisterung schnell in Vergessenheit. Umso wichtiger, dass Sie als Eltern jederzeit den Überblick behalten und mögliche Risiken rechtzeitig erkennen. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für einen sicheren Badeausflug mit kleinen und großen Kindern. Außerdem haben wir eine Packliste für Sie zusammengestellt – damit in der Strandtasche auch wirklich nichts fehlt.

Bleiben Sie immer aufmerksam!

Die wichtigste Regel direkt vorneweg: Behalten Sie Ihr Kind immer im Blick, wenn es sich im oder am Wasser aufhält – das gilt nicht nur für die ganz Kleinen. Selbst größere Schwimmer sollten permanent beaufsichtigt werden. Denn Kinder unterschätzen das Wasser und überschätzen ihre eigene Ausdauer. Da kann eine ablandige Strömung schnell zur Gefahr werden.

Wie weit dürfen Nichtschwimmer ins Wasser?

Kinder, die noch nicht schwimmen können, sollten nicht weiter als bis zum Bauch ins Wasser gehen. Wichtig: Auch im flachen Wasser sollten Sie immer gut auf Ihr Kind achten. Denn gerade hier passieren die meisten Unfälle – weil kleine Kinder motorisch nicht immer in der Lage sind, selbst wieder aufzustehen bzw. ihren Kopf über Wasser zu bringen.

Wie sinnvoll sind Schwimmhilfen?

Schwimmflügel sind gut und sinnvoll, um Kinder beim Schwimmenlernen zu unterstützen. Aber auch mit solchen Schwimmhilfen sollte Ihr Kind niemals allein ins Wasser gehen. Denn die vermeintliche Sicherheit verleitet leicht dazu, dass Kinder sich ins Tiefe trauen und zu weit rausschwimmen. Das gilt auch für Luftmatratzen, Schwimmringe oder Gummitiere.

Wann kann mein Kind sicher schwimmen?

Um sich im Wasser freier und vor allem sicherer bewegen zu können, sollten Kinder möglichst früh schwimmen lernen. Schon im Alter von drei bis vier Jahren können Sie Ihrem Kind das Schwimmen beibringen oder gemeinsam einen entsprechenden Schwimmkurs besuchen. Doch wer sich allein über Wasser halten kann, ist noch immer kein sicherer Schwimmer. Laut Deutscher Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) sollte ein Kind mindestens das Schwimmabzeichen in Bronze besitzen, bevor es allein und unbeaufsichtigt ins Wasser geht.

Kennen Sie die 10 Baderegeln? Wer in Deutschland ein Schwimmabzeichen machen möchte, muss die Baderegeln des DLRG und des Deutschen Roten Kreuzes beherrschen. Erinnern Sie sich noch? Auf der Website des DLRG können Sie Ihr Wissen – und vielleicht auch das Ihres Kindes – wieder auffrischen.

Welche Badestellen sind am besten für Kinder geeignet?

Wählen Sie am besten beaufsichtigte Badestellen aus – zum Beispiel im Freibad oder im Strandbad. Hier sind immer Rettungsschwimmer/-innen in der Nähe, die im Notfall schnell und kompetent helfen. Außerdem gibt es hier ausreichend große Nichtschwimmerbereiche und Markierungen zur Begrenzung des Schwimmbereichs.

An unbeaufsichtigten Stränden sollten Sie auf folgende Eigenschaften achten:

  • Am Meer können Strömungen schnell wechseln oder plötzliche Stürme aufziehen. Auch eine schnell hereinbrechende Flut kann spielende Kinder unvorbereitet überraschen. Seien Sie hier beim Baden mit Ihrem Kind besonders aufmerksam.
  • Wählen Sie möglichst keine völlig abgelegenen Strände. Und achten Sie darauf, dass Sie sich in einem Bereich befinden, in dem Ihr Handy über ausreichend Netz verfügt.
  • Meiden Sie sumpfige oder bewachsene Zonen an Seen. In Wasserpflanzen können sich Kinder leicht verheddern.
  • Wählen Sie einen Strandabschnitt, an dem der Grund nur seicht abfällt und Ihr Kind zumindest in Ufernähe problemlos stehen kann.

Darf man mit vollem Bauch ins Wasser?

Die Pommes und das Eis gehören zum Freibadbesuch dazu. Aber darf man nach dem üppigen Mahl direkt wieder ins Wasser? Besser nicht. Grundsätzlich sollte Ihr Kind 30 Minuten warten, bevor es wieder ins Wasser geht. Denn die Verdauung entzieht Energie aus Armen und Beinen, die bei Notsituationen im Wasser dringend benötigt wird. Aus demselben Grund ist übrigens auch ein Bad mit leerem Magen nicht empfehlenswert. Weder für Kinder noch für Erwachsene.

Wie lange darf mein Kind im Wasser bleiben?

Echte Wasserratten bekommt man nur schwer wieder zurück an Land. Vor lauter Begeisterung merken die Kinder oftmals gar nicht, dass es längst Zeit für ein wärmendes Handtuch wäre. Wann das ist, hängt allerdings von vielen Faktoren ab: von der Wasser- und Lufttemperatur ebenso wie vom Alter und von der Veranlagung Ihres Kindes. Deshalb gibt es keine Faustregel zur Badezeit. Sobald Ihr Kind allerdings anfängt zu zittern, Gänsehaut und/oder bläuliche Lippen bekommt, sollten Sie es aus dem Wasser holen.

Checkliste: Ich packe meine Strandtasche

Wer mit Kindern unterwegs ist, muss viel mitnehmen. Und kann entsprechend viel vergessen. In unserer Checkliste haben wir die wichtigsten „Zutaten“ für einen gelungenen Badetag für Sie zusammengestellt.

  • Schwimmwindeln. Wenn Ihr Kind noch nicht trocken ist, sollten Sie unbedingt zwei oder drei wasserdichte Windeln dabei haben. Die fangen alles sicher auf, was sonst im Wasser landen würde.
  • Sonnencreme: Kinderhaut ist empfindlich. Achten Sie deshalb darauf, Ihr Kind regelmäßig einzucremen. Die wichtigsten Empfehlungen zum Sonnenschutz für Kinder finden Sie hier.
  • Getränke und Snacks: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind an einem warmen anstrengenden Badetag ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Und nehmen Sie unbedingt ein paar Snacks mit. Denn Baden macht bekanntlich hungrig.
  • Handtücher & Ersatzkleidung: Nehmen Sie lieber ein Handtuch mehr mit. Denn Kinder kühlen beim Baden leicht aus. Da sorgt ein sonnengewärmtes trockenes Handtuch ganz schnell für wohlige Wärme. Packen Sie am besten auch noch trockene Ersatzkleidung ein, für den Fall, dass Hose oder T-Shirt der Brandung zum Opfer fallen.
  • Strandmuschel: Die praktischen Minizelte sind das perfekte Basislager für kleine Wasserforscher. Denn sie bieten Schutz vor Sonne, Wind und Sand. Tipp: Greifen Sie zu einer selbstaufklappenden Variante. Die steht innerhalb von Sekunden und ist mit etwas Übung ebenso schnell wieder abgebaut.
  • Abfalltüten: Wenn am Strand die Snacks ausgepackt werden, sind auch die Wespen nicht weit. Packen Sie Essensreste deshalb am besten in eine luftdichte Abfalltüte. Hier gibt’s noch mehr Tipps, wie Sie sich und Ihr Kind vor aufdringlichen Insekten schützen können.
  • Kleingeld: Ganz wichtig für Besuche im Strandbad oder Freibad. Denn Kleingeld benötigen Sie hier nicht nur für den Umkleidespind. Sie können damit Ihr großes Kind auch selbst zum Pommes- oder Eis-Holen schicken.