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Nachtschreck: (K)ein Schreck für die Familie

Obwohl Ihr Kind tief und fest schläft, meldet es sich urplötzlich mit großem, verzweifeltem Geschrei! Wenn Sie zu ihm eilen, um es zu beruhigen, tritt es um sich, das kleine Herzchen klopft stark und die Kleidung ist völlig verschwitzt. Auf Ihre Worte reagiert Ihr Kind nicht? Dann wurde es vermutlich vom Nachtschreck heimgesucht. Zum Glück ist der Nachtschreck für Eltern deutlich anstrengender als für das Kind selbst. Was der Nachtschreck ist und wie Sie richtig damit umgehen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Was ist der Nachtschreck?

Der Nachtschreck, auch bekannt als Angstschreck, Nachtangst, Nachtterror oder in der Medizin als Pavor nocturnus bezeichnet, gehört zu den typischen Aufwachstörungen von Kindern. Der Schreck findet meist vor Mitternacht statt, da er in den ersten 3 Stunden nach dem Einschlafen passiert. In dieser Zeit befinden sich Kinder noch in der Non-REM-Phase. Hierbei steht REM für die englische Bezeichnung „Rapid Eye Movement“, was so viel heißt wie „schnelle Augenbewegung“. Was genau bedeutet das? Im Schlaf sind die Augen geschlossen und wenn wir intensiv träumen, dann bewegen sich die Augen sehr deutlich. Daher wird der Schlaf eingeteilt in Non-REM-Phasen, auch als Tiefschlafphasen bezeichnet, und REM-Phasen, sogenannte Traumphasen.

In der Non-REM-Phase wird nicht geträumt, die Augenbewegung ist kaum vorhanden und in dieser Phase findet der Nachtschreck statt. Vielleicht haben Sie Folgendes schon mal erlebt: Ihr Kind schreit, ruft, schlägt und tritt um sich und hat dabei die Augen geöffnet. Dabei wirkt es verzweifelt und verängstigt. Wenn Sie Ihr Kind ansprechen, schaut es mit glasigen Augen durch Sie hindurch und scheint Sie, trotz sanfter Worte, nicht wahrzunehmen. Das alles sind die typischen Anzeichen des Schrecks. Am nächsten Tag kann sich Ihr Kind nicht mehr an diese nächtliche Angstattacke erinnern. Also: Alles halb so schlimm!

Ab wann kann mein Kind einen Nachtschreck haben?

Der Nachtschreck tritt meist im Alter zwischen 3 und 6 Jahren auf. Im Vorschulalter und auch noch zu Beginn des Schulalters kommt er gehäuft vor. Etwa 3 bis 6 Prozent aller Kinder hatten mindestens einmal Nachtangst. Tatsächlich kommt sie bei Jungen häufiger vor als bei Mädchen. 

Auch bei Babys kann es zu einem Schreck kommen, was für die Eltern meist deutlich schlimmer ist als für das Baby selbst. Dies ist aber tatsächlich nur sehr selten der Fall und auch hier besteht kein Grund zur Panik.

Albtraum oder Nachtschreck?

Der Nachtschreck wird oft mit einem Albtraum verwechselt. Für Sie als Eltern ist es jedoch wichtig, zu wissen, worin sich diese beiden Formen unterscheiden, da Sie anders reagieren müssen. Sehen Sie hier die Unterschiede:

NachtschreckAlbtraum
Alter3-6 Jahreab 2 Jahren
Uhrzeitca. 3 Stunden nach dem Schlafengehen, in der Non-REM-Phasezwischen 2 bis 6 Uhr in der Nacht, in der REM-Phase/Traumphase
Dauerwenige Minuten bis 45 Minuten, Kind schläft danach wieder einKind wacht meist auf, muss getröstet werden
Anzeichenschreien, rufen, schwitzen, starkes Herzklopfen, wildes Umsichtretenhochschrecken aus dem Traum, manchmal schreiend
Augenoft geöffnet, ohne dass das Kind Personen wahrnimmt, nicht ansprechbarwährend Traum geschlossen, danach wach und ansprechbar
ErinnerungKind erinnert sich am nächsten Tag nicht mehr daranKind erinnert sich am nächsten Tag an seinen Traum

Checkliste: Wie verhalte ich mich richtig, wenn mein Kind einen Nachtschreck hat?

Tipp am Anfang: Handeln Sie genau entgegengesetzt zu Ihren mütterlichen und väterlichen Instinkten!

 

  • Wecken Sie Ihr Kind nicht auf.
  • Sprechen Sie ruhig und leise mit Ihrem Kind.
  • Versuchen Sie nicht, Ihr Kind festzuhalten.
  • Wenn Ihr Kind schlafwandeln sollte, leiten Sie es behutsam Richtung Bett.
  • Sorgen Sie für Sicherheit, um Verletzungen Ihres Kindes vorzubeugen.
  • Bleiben Sie ruhig und warten Sie ab, bis der Schreck vorbei ist.

Bei einem Nachtschreck sollten Sie Ihr Kind nicht wecken. Dies würde Ihr Kind nur verwirren und es orientierungslos machen. Danach findet es nur schwer in den Schlaf zurück. Sie können jedoch leise zu Ihrem Kind sprechen, ihm gut zureden und dafür sorgen, dass es sich nicht selbst verletzt, wenn es um sich tritt. Bei einem Albtraum können Sie selbstverständlich Ihr Kind wecken, wenn es nicht schon von alleine aufgewacht ist, und es trösten, bis es ruhig genug ist, um wieder einzuschlafen.

Was löst einen Nachtschreck aus?

Die genauen Ursachen vom Nachtschreck sind noch nicht vollständig geklärt. Jedoch lässt sich sagen, dass es einen Zusammenhang zwischen einem Schreck und dem zentralen Nervensystem (ZNS) gibt. Das ZNS besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark und ermöglicht

  • das Zusammenspiel von Körperhaltung und Bewegung
  • Bewusstsein, Sprache, Denken, Schlaf-Wach-Rhythmus
  • lebenswichtige Vorgänge im Körper wie Atmung, funktionierender Blutkreislauf, Hormonhaushalt und vieles mehr.

Im Kindesalter ist das ZNS noch nicht voll entwickelt. Das Gehirn hat zu diesem Zeitpunkt den Übergang vom Tief- in die Traumphase noch nicht richtig gelernt. So passiert es, dass der Körper beim Nachtschreck schon wach ist, während das Bewusstsein des Kindes noch „schläft“.

Oft gibt es eine familiäre Veranlagung, denn wenn Sie und/oder Ihre Eltern schon am Nachtschreck gelitten haben, ist es gut möglich, dass auch Ihr Kind einmal einen Schreck erleben wird.

Oft ist auch von Auslösern die Rede. Ganz oben steht der Schlafmangel:

  • Der Mittagsschlaf ist ausgefallen.
  • Ihr Kind geht später ins Bett als üblich.
  • Ihr Kind hat unregelmäßige Schlafenszeiten.

Aber auch

  • Stress und
  • aufregende Zeiten (Urlaub, Geburtstag, Weihnachten, neues Geschwisterchen, Einschulung)

können verantwortlich für einen Schreck sein. Gerade wenn Kinder große Veränderungen durchmachen, werden Schreckanfälle häufiger beobachtet.

Kann man dem Nachtschreck vorbeugen?

Jein. Dadurch, dass die Ursachen noch nicht vollständig erforscht wurden, ist es schwierig, ein Rezept zur Vorbeugung des Nachtschrecks zu kreieren. 2 Sachen, die mit Sicherheit nicht schaden können: ausreichend Schlaf und ein (meist) durchgängiger Schlafrhythmus. Und wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind gestresst ist, versuchen Sie herauszufinden, was der Auslöser ist. 

Wenn Ihr Kind einen Schreck hatte, erzählen Sie ihm nichts davon. Dies würde es nur unnötig beunruhigen und eventuell zu Einschlafproblemen führen. Hilfreicher ist es, für eine sichere und angenehme Schlafumgebung zu sorgen. Gestalten Sie Einschlafrituale, wie beispielsweise das Vorlesen eines Buches; das entspannt Ihr Kind und sorgt (hoffentlich) für gute Träume.

Sollte ich zu einem Arzt, wenn mein Kind einen Nachtschreck hatte?

Wenn Ihr Kind einen Schreck hatte, müssen Sie nicht alles stehen und liegen lassen, um zum Arzt zu gehen. Ein Nachtschreck ist kein Grund zur Sorge, da er zu den häufigsten Schlafstörungen im Kindesalter gehört, ohne dass der Schlaf Ihres Kindes beeinträchtigt wird. Auch hat ein Nachtschreck nichts mit einer psychischen Erkrankung zu tun.

Kommt es öfters und über einen längeren Zeitraum zu Schrecken, sollten Sie einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin aufsuchen. Auch wenn Sie beobachten, dass Ihr Kind Krämpfe hat, ist es wichtig, eine schlafgebundene Epilepsie auszuschließen. 

Ansonsten: Bleiben Sie ruhig, auch wenn es Ihnen schwerfällt. Nach einem Nachtschreck hatten Sie wohl einen größeren Schreck als Ihr Kind. 

Quellen:

https://www.kindergesundheit-info.de/themen/schlafen/schlafprobleme/albtraeume-schlafwandeln/

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/nachtschreck-kind-festhalten-und-leise-sprechen/

https://www.praxisvita.de/was-ist-ein-nachtschreck-17354.html/

https://www.therapie.de/psyche/info/index/diagnose/schlafstoerungen/nachtangst/

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Was könnte der Grund dafür sein, wenn trotz Anmeldung eines Kindes zwischen 0 und 24 Monaten beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm kein Begrüßungspaket beim Teilnehmer ankommt?

Sobald ein Kind im entsprechenden Alter bei „Meine Familie“ angemeldet wurde, wird der Versand des Begrüßungspakets automatisch veranlasst. Bitte beachten Sie, dass der Versandprozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie im Zweifelsfall um ein wenig Geduld. Wird ein Kind bereits während der Schwangerschaft angemeldet, wird Versand des Begrüßungspakets erst nach dem eingetragenen Geburtstermin veranlasst.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

Sind die „Meine Familie“-Vorteilscoupons auch im real Onlineshop einlösbar?

Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.