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Schnuller abkochen – alles, was Sie wissen müssen

Der Schnuller fällt auf den Boden – und was jetzt? Kurz abwaschen, abkochen oder reicht es, ihn einfach kurz abzuschlecken? Diesen Gedanken kennt so ziemlich jede Mutter und jeder Vater. Klar, dass das Immunsystem eines Neugeborenen noch nicht vollständig ausgereift und daher besonders anfällig für Krankheitserreger ist. Deshalb ist es wichtig, auf eine gründliche Hygiene der Schnuller zu achten. Allerdings braucht das Immunsystem des Babys auch den Kontakt zu Erregern, um trainiert zu werden. Wie steril muss der Schnuller also sein? Wie häufig sollten Sie den Schnuller abkochen? Was ist dabei zu beachten und in welchen Situationen ist es besonders wichtig? Das alles erfahren Sie hier.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Schnuller abkochen – ist das wirklich notwendig?

Kaum etwas anderes haben Babys öfter im Mund und kaum etwas fällt öfter auf den Boden als der Schnuller. Deshalb ist eines hier besonders wichtig: eine gründliche Hygiene! Durch das Abkochen des Schnullers wird dieser fast völlig von Keimen befreit. 

Andererseits braucht das Immunsystem den Kontakt zu Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen, um trainiert zu werden. Doch das alles mit Maß und Ziel. Denn besonders in den ersten Monaten nach der Geburt ist die körpereigene Abwehr noch nicht vollständig ausgereift und sehr anfällig für Krankheitserreger. Hier ist es wichtig, den Säugling zu schützen und ihn nicht zu stark potenziell krankmachenden Erregern auszusetzen.

Wie koche ich den Schnuller richtig ab?

Gereinigt werden kann der Schnuller sehr einfach und schnell. Hierfür wird er einfach mit etwas Seife unter fließendem warmem Wasser gründlich abgewaschen. Ebenfalls geeignet ist die Reinigung in der Spülmaschine bei 65 Grad. Das entfernt Verschmutzungen und schon einen Großteil der Keime. Aber steril ist der Schnuller dann noch lange nicht.

Sterilisieren bedeutet, einen Gegenstand von Mikroorganismen und ihren Sporen zu befreien. Das geschieht beim Sterilisieren unter Druck mit Wasserdampf bei einer Temperatur von mind. 121 Grad. Wird trocken sterilisiert, muss die Temperatur weit über 200 Grad betragen. Beim „Sterilisieren“ im Haushalt geht es also eher darum, die meisten Keime abzutöten. Regelrecht „steril“ ist das Ergebnis dann nicht. Trotzdem sprechen wir in dem Fall hier von Sterilisieren.

Wie lange muss ich den Schnuller abkochen?

Wasser kocht bei 100 Grad. Damit bei dieser Temperatur möglichst viele Keime abgetötet werden, sollte der Schnuller mindestens 5 bis 10 Minuten im kochenden Wasser bleiben. 

Dabei gilt es, Folgendes zu beachten:

  • Schnuller vor dem Abkochen zunächst unter fließendem Wasser gründlich abwaschen.
  • Verwenden Sie für das Abkochen immer den gleichen Topf und auch nur für diesen Zweck – Speisereste oder Ähnliches stellen Verunreinigungsquellen dar.
  • Im Topf muss der Schnuller vollständig mit Wasser bedeckt sein. Tipp: Wenn Sie die Luft aus dem Saugstück herausdrücken, bleibt der Schnuller leichter unter Wasser!
  • Damit der Großteil der Keime abgetötet wird, muss das Wasser mindestens eine Temperatur von über 70 Grad erreichen. Das empfiehlt auch das Institut für Risikobewertung (RKI).

Nach dem Abkochen können Sie den Schnuller auf einem sauberen, gebügelten Geschirrtuch abtropfen lassen.

Wann und wie oft sollte man den Schnuller abkochen?

Wie häufig man den Schnuller abkocht, richtet sich nach dem Alter des Babys. Gerade in den ersten vier bis sechs Monaten ist es sehr wichtig, die Schnuller regelmäßig, am besten einmal täglich, zu sterilisieren. Vor allem bei Frühgeburten und Babys mit geschwächtem Immunsystem sollten Sie den Schnuller besonders regelmäßig und gründlich abkochen. 

Wenn das Baby dann mobiler wird und beginnt, alles, was es greifen kann, in den Mund zu stecken, reicht es, den Schnuller alle zwei bis drei Tage abzukochen. Ein Krabbelkind lässt sich nun einmal nicht keimfrei halten! Zwischendurch, wenn der Schnuller mal auf den Boden fallen sollte, kann er einfach mit Seife und unter fließendem Wasser gereinigt werden. 

Wenn das Kind erkrankt ist, sollten Sie den Schnuller auf jeden Fall abkochen, um zu verhindern, dass sich Krankheitserreger am Schnuller festsetzen. Hier ist es auch im Kleinkindalter noch wichtig und sinnvoll, den Schnuller abzukochen. Das gilt ebenso, wenn er auf eine stark verschmutzte Oberfläche fällt, wie zum Beispiel die Straße oder den Boden der U-Bahn – unabhängig vom Alter des Kindes. 

Zudem empfiehlt es sich, vor dem ersten Gebrauch eines Schnullers diesen zunächst einmal abzukochen – zur Sicherheit. Zu Ihrer Beruhigung: Aktuelle Tests ergaben im Gegensatz zu alten Untersuchungen keine Rückstände bei handelsüblichen Schnullern!

Silikon oder Latex – macht das einen Unterschied beim Abkochen?

Das Saugstück des Schnullers kann aus Latex oder Silikon bestehen. Silikon ist durchsichtig und sehr hitzebeständig, Latex eher bräunlich und ziemlich zug- und reißfest. Es ist nicht so hitzebeständig wie Silikon, wird bei häufigem Abkochen schneller porös und sollte deshalb öfter ausgetauscht werden. Das Abkochen an sich läuft aber immer gleich ab – egal ob Silikon oder Latex. Beim Sterilisieren im Schnellkochtopf (s. u.) kann ein Latexschnuller allerdings Schaden nehmen.

Ab wann reicht das Abkochen nicht mehr aus?

Auch bei sorgfältigem Reinigen und Sterilisieren sollte der Schnuller spätestens nach zwei bis drei Monaten ausgetauscht werden. Auch wenn der Schnuller Risse bekommt, klebrig wird oder andere Gebrauchsspuren auftreten, ist es Zeit für einen Wechsel!

Gibt es andere Möglichkeiten, den Schnuller keimarm zu machen?

Neben dem klassischen Abkochen gibt es noch einige andere Methoden, den Schnuller zu „sterilisieren“.

Dampfsterilisation

Die Dampfsterilisation mithilfe eines Vaporisators ist sehr einfach und praktisch. Diese Möglichkeit lohnt sich vor allem dann, wenn Sie dieses Gerät auch für die Reinigung von Flaschen und die Zubereitung von Babykost nutzen. Es hat eine eingebaute Automatik – Sie müssen sich also keine Gedanken um die Dauer machen, denn das Gerät schaltet sich automatisch ab.

Sterilisatoren für die Mikrowelle

Alternativ gibt es auch Sterilisatoren für die Mikrowelle. Diese haben Tellergröße und sind flach. In die Unterschale wird Wasser gefüllt und die Schnuller liegen darüber. Auch hier sterilisiert der entstehende Wasserdampf. Vorteil: Es geht blitzschnell.

Sterilisieren im Schnellkochtopf

Schnuller lassen sich auch im Schnellkochtopf – natürlich mit Wasser – sterilisieren. Durch den Druck werden Temperaturen von 120 Grad erreicht. Allerdings bekommt das Latexschnullern nicht so gut. 

Sterilisation mit kaltem Wasser

Früher war die Sterilisation von Schnullern mit kaltem Wasser üblich. Dafür werden spezielle Tabletten im Wasser gelöst, in dem die Schnuller dann für eine Weile liegen bleiben. Diese Methode sollten Sie allerdings nur in Notfällen anwenden, um überflüssige Chemie zu vermeiden. 

Reinigen im Geschirrspüler

Das Abkochen in der Geschirrspülmaschine hingegen ist nicht möglich: Die Temperaturen in der Spülmaschine erreichen meist nur etwa 65 Grad. Aber im zweiten Lebenshalbjahr reicht das allemal.

Schnuller „ablecken“

Und wie sieht es mit dem umstrittenen Thema „Schnuller ablecken“ aus? Lange Zeit stand es in der Kritik, wenn die Eltern den Schnuller in den Mund nahmen, um ihn zu säubern. Das tut man ja vor allem, wenn kein sauberes Wasser in Reichweite ist. Kritiker wandten ein, dass Karies und andere Bakterien dabei übertragen werden könnten. Neuste Studien aus den USA und Schweden zeigten jedoch überraschende Ergebnisse: Kinder, deren Eltern den Schnuller ab und zu ableckten, hatten im Durchschnitt ein niedrigeres Risiko für die Entwicklung von Allergien und Asthma. Scheinbar helfen die Bakterien der Eltern dem Baby, eine eigene Immunabwehr aufzubauen und so später Substanzen mit allergenem Potenzial besser zu tolerieren.

Mit anderen Worten: Fällt der Schnuller auf den Boden, wenn Sie unterwegs sind, dürfen Sie ihn ablecken und Ihrem Baby geben. Das ersetzt natürlich nicht eine richtige Reinigung wie das Abkochen.

Fazit

Im ersten Lebenshalbjahr sollten Sie den Schnuller Ihres Kindes in regelmäßigen Abständen durch Abkochen oder gute Alternativen von Keimen befreien. Beim Abkochen beachten, dass der Schnuller vollständig, lange genug und in ausreichend heißem Wasser liegt. In Einzelfällen ist es aber keine Katastrophe, wenn Sie den Schnuller einfach unter fließendem Wasser abwaschen oder sogar abschlecken, wenn Sie unterwegs sind. Ab dem sechsten Monat reicht eine Reinigung in der Spülmaschine oder einfach mit etwas Seife unter fließend heißem Wasser. Und irgendwann kommt dann die „Schnullerfee“ und nimmt den letzten Schnuller mit!

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Was könnte der Grund dafür sein, wenn trotz Anmeldung eines Kindes zwischen 0 und 24 Monaten beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm kein Begrüßungspaket beim Teilnehmer ankommt?

Sobald ein Kind im entsprechenden Alter bei „Meine Familie“ angemeldet wurde, wird der Versand des Begrüßungspakets automatisch veranlasst. Bitte beachten Sie, dass der Versandprozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie im Zweifelsfall um ein wenig Geduld. Wird ein Kind bereits während der Schwangerschaft angemeldet, wird Versand des Begrüßungspakets erst nach dem eingetragenen Geburtstermin veranlasst.

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Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

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Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.