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Wie und wann können Sie Ihrem Kind den Schnuller abgewöhnen? Und was, wenn es nicht klappt?

Saugen ist für Babys ein Grundbedürfnis – schließlich ist es lebensnotwendig. Aber wie ist es, wenn das Baby zum Kleinkind wird? Braucht es dann immer noch den Nuckel? Hat der Schnuller im Kindergartenalter Nachteile? Haben wir zu Recht das Gefühl, dass ein Schnuller nicht mehr zum selbstständig laufenden, aktiven Kleinkind passt? Erfahren Sie hier mehr über den richtigen Umgang mit dem Schnuller im Kleinkindalter.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Welches Alter ist ideal für Schnuller-Start und -Ausstieg?

Babys haben einen angeborenen Saugreflex. Schon im Mutterleib nuckeln sie am Daumen. Aber wann ist das Baby bereit für einen Schnuller? Hebammen und Kinderärzte empfehlen, zu warten, bis das Stillen gut klappt. Wenn das Kind knapp einen Monat alt ist, spricht nichts mehr gegen einen Schnuller. Er kann verhindern, dass ein Baby zum Daumenlutscher wird. Denn das führt auf Dauer zu einem Überbiss, also einer Verformung des Kiefers. Außerdem lässt es sich nicht so einfach abgewöhnen: Den Daumen hat Ihr Kind ja immer dabei. Grundsätzlich können Sie als Eltern jederzeit innerhalb der ersten 6 Monate mit dem Schnuller beginnen. Ab dem 7. Monat sollte er aber keine Dauergabe sein, sondern nur, wenn sich Ihr Kind nicht beruhigen lässt, oder zur Nacht. Ab dem ersten Geburtstag sollte das Kind den Schnuller nur zum Schlafen bekommen.

Den idealen Zeitpunkt für die Schnuller-Entwöhnung gibt es nicht, allerdings können die ersten Zähnchen eine Orientierung sein. Wenn nämlich die ersten Milchzähne kommen, wird langsam der Saug- vom Kaureflex abgelöst. Trotzdem bleibt das Saugbedürfnis noch lange bestehen. Anfangs können Sie Ihrem Kind auch einen Beißring statt Schnuller anbieten. Dieser erleichtert auch den Zahndurchbruch.

Wie gewöhnt man den Schnuller wieder ab?

Auch wenn Sie den Schnuller eher automatisch eingeführt haben, müssen Sie sich bei der Entwöhnung wahrscheinlich mehr Gedanken machen. Denn viele Kinder lieben ihren Schnuller heiß und innig und verstehen deshalb keinen Spaß, wenn man ihnen den Nuckel wegnimmt.

Damit die Entwöhnungsphase möglichst reibungslos und ohne große Tränen klappt, gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen es den Kindern leichter fällt, dem Schnuller Lebewohl zu sagen. Für einige Kinder klappt die sogenannte „abrupte Entwöhnung, vielen fällt aber die langsame Entwöhnung leichter. Deshalb ist besonders wichtig, dass man seine Kinder langsam darauf vorbereitet, dass der Schnuller bald gehen muss. Am besten ist es, den Schuller zunächst mal in stressfreien Situationen wegzulassen. Beispielsweise wenn Sie mit ihrem Kind zu Hause sind und es spielt, dann braucht es auch keinen Schnuller. Wenn das gut klappt, können Sie vereinbaren, dass er auch nicht mehr mit zum Einkaufen genommen wird. So fügen Sie behutsam Stück für Stück Schnuller-freie Zonen ein, bis der Schnuller nur noch abends im Bett benötigt wird. Je früher und konsequenter Sie den Schnuller aufs Bettchen reduzieren, desto leichter fällt der Abschied.

7 Tipps für die Schnuller-Entwöhnung

Auch wenn das in der Regel gut klappt, fällt der finale „Ausstieg“ trotzdem oft sehr schwer. An diesem Punkt gibt es dann einige Tipps, die helfen können:

  • Den Schnuller nicht mehr anbieten: klingt banal, reicht meistens aber schon. Denn oftmals sind es die Eltern, die sich an den Schnuller gewöhnt haben, sobald das Kind muckt. Deshalb Schnuller wegpacken und sich dem Kind zuwenden. So wird Ihr Kind nicht mehr daran erinnert.

  • Die Schnuller-Fee: Manchmal hilft auch eine kleine Notlüge. Erzählen Sie Ihrem Kind, das die Schnuller-Fee kommt, um alle Schnuller abzuholen. Als Dankeschön bringt sie eine Überraschung. Das hilft in der Regel auch, da Kinder so neugierig auf die Überraschung sind und den Tauschhandel verstehen.

  • Verschenkt“ den Schnuller: Wenn im Bekanntenkreis oder in der Familie ein neues Baby geboren wurde, können Sie das nutzen und den Schnuller „verschenken“. Sie geben ihn natürlich nicht wirklich dem Baby. Allerdings können Sie Ihrem Kind erklären, dass Schnuller nur etwas für Babys sind und Sie deshalb den Schnuller weitergeben möchten. Ihr Kind wird verstehen, dass das Baby den Schnuller braucht, und helfen wollen. Machen Sie daraus ein kleines Ritual, bei dem Sie mit Ihrem Kind den Schnuller als Geschenk verpacken. Wichtig ist, dass Sie später Ihrem Kind sagen, dass sich das Baby sehr über den Schnuller gefreut hat.

  • Dem Kind erklären, warum es den Schnuller abgeben soll: Manchmal klappt es auch auf erwachsene Art und Weise. Reden Sie mit Ihrem Kind über den Schnuller und erklären Sie, welche Notwendigkeit hinter der Abgabe des Schnullers steckt. Erzählen Sie Ihrem Kind, dass es zu groß ist für den Schnuller und ohne Schnuller schöner lacht. Ein Bilderbuch, das sich mit diesem Thema beschäftigt, kann zur Hilfe herangezogen werden.

  • Der Schnuller ist verloren gegangen: Wenn dies wirklich passiert, nutzen Sie diese Gelegenheit und ersetzen Sie den Schnuller nicht.

  • Den Schnuller begraben: Führen Sie mit Ihrem Kind ein Schnuller-Ritual durch, bei dem Sie den Schnuller im Garten oder an einem anderen Lieblingsplatz Ihres Kindes vergraben. Das Kind kann ihn feierlich in das Loch legen und so mit seiner Schnuller-Vergangenheit abschließen.

  • Mundvorhofplatte als Schnuller-Ersatz: Die Mundvorhofplatte (MVP) wird zwischen den Zähnen und der Lippe eingesetzt, vergleichbar mit einem Schnorchel. Die Platte übt einen leichten Druck auf die vorstehenden Zähne aus, die Muskeln der Lippe sorgen dafür, dass alles an Ort und Stelle im Mund bleibt. Dies sorgt dafür, dass die vorderen Zähne wieder ihre Normalstellung erlangen. Die MVP eignet sich für Kinder ab dem 3. Lebensjahr. Dies ist ein sanfter Übergang zur Entwöhnung des Schnullers. Die Platte wird täglich nachts und stundenweise über den Tag eingesetzt. Die MVP können Sie nicht in einem üblichen Drogeriemarkt kaufen, sie muss vom Zahnarzt oder Kieferorthopäden verschrieben werden.

Egal, wie Sie es anstellen, wichtig ist: nicht aufgeben. Haben Sie mit der Schnuller-Entwöhnung angefangen, sollten Sie dabei bleiben, auch wenn es sehr viel Geduld und Nerven kosten kann.

Was kann man tun, wenn es mit dem Schnuller-Abgewöhnen nicht klappt?

Wenn Ihr Kind sich vehement weigert, den Schnuller abzugeben, kann es sein, dass der Zeitpunkt nicht der richtige ist. Wenn es sich in einer Stresssituation befindet, klappt es meistens nicht und es möchte den Schnuller zurück. Das kann die Geburt eines neuen Geschwisterchens sein, ein Umzug, eine neue Stelle der Eltern, der Beginn des Kitabesuches oder gesundheitliche Probleme in der Familie. Wenn Ihr Kind in so einer Situation den Schnuller nicht hergeben will bzw. wieder anfängt zu nuckeln, muss das kein Zeichen der Unreife sein. Vielmehr zeigt es Ihnen, dass Ihr Kind mit der Situation nicht anders zurechtkommt. In dem Fall sollten Sie als Eltern Verständnis dafür haben, dass sich Ihr Kind wieder auf die ihm vertraute Weise beruhigen will.

Besonders wichtig: Die Ruhe bewahren und nicht versuchen, um jeden Preis den Schnuller-Abschied durchzusetzen. Bieten Sie ihm stattdessen andere Arten der Zuwendung an, wie Kuscheln, Vorlesen, Spielen. So lässt sich ein „Rückfall“ mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld meist schnell überwinden.

Warum sollte man den Schnuller wieder abgewöhnen?

Wenn Eltern den Schnuller zum Ruhigstellen einsetzen und er zum ständigen Begleiter wird, dann kann das negative Konsequenzen haben.

  • Deformation des Kiefers: Durch das ständige Nuckeln kann es zu einer Verformung der Kieferstellung kommen, was zu einer Fehlstellung des Gebisses, einem sogenannten offenen Biss, führen kann.

  • Karies-und Erkältungsrisiko: Die beim Nuckeln fortdauernde Mundatmung fördert das Risiko für Karies und Erkältungen, da Keime leichter in den Mund gelangen. Außerdem wird Ihr größeres Kind den Schnuller vom Boden aufheben und ungewaschen wieder in den Mund stecken.

  • Sprachfehler: Mit einem Schnuller im Mund kann man nicht sprechen. Wenn Kinder mit Schnuller sprechen, kann dies zu Lispeln führen und auch die Sprachentwicklung wird verzögert.

  • Kommunikation: Die Versuchung, ein anstrengendes Kind mit dem Schnuller ruhigzustellen, ist groß. Darunter leidet die Kommunikation zwischen Eltern oder anderen Erwachsenen und dem Kind. Denn wer saugt, redet nicht und bleibt quasi in der Babyrolle. Die ist aber spätestens nach dem 2. Geburtstag beendet!

Fazit: Ein Schnuller kann hilfreich sein, sollte allerdings bei größeren Kindern ab einem Jahr nur noch abends zum Einschlafen verwendet werden. Ab dem 2. Lebensjahr sollte er langsam aus dem Leben Ihres Kindes verschwinden. Sonst kann er im schlimmsten Fall tatsächlich seine weitere Entwicklung verzögern.

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Was könnte der Grund dafür sein, wenn trotz Anmeldung eines Kindes zwischen 0 und 24 Monaten beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm kein Begrüßungspaket beim Teilnehmer ankommt?

Sobald ein Kind im entsprechenden Alter bei „Meine Familie“ angemeldet wurde, wird der Versand des Begrüßungspakets automatisch veranlasst. Bitte beachten Sie, dass der Versandprozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie im Zweifelsfall um ein wenig Geduld. Wird ein Kind bereits während der Schwangerschaft angemeldet, wird Versand des Begrüßungspakets erst nach dem eingetragenen Geburtstermin veranlasst.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

Sind die „Meine Familie“-Vorteilscoupons auch im real Onlineshop einlösbar?

Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.