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Verstopfung in der Schwangerschaft: Was hilft?

Nie verändert sich der Körper so schnell wie in der Schwangerschaft. Das bezieht sich nicht nur auf den deutlich zunehmenden Bauch und die oft besonders schöne Haut, sondern auf den gesamten Stoffwechsel. Grund ist die enorme Hormonumstellung. Die hat auch zur Folge, dass der Darm träger wird bis hin zur „Verstopfung“. Dieses lästige Problem hat fast jede zweite Schwangere. Die Ursache lässt sich nicht ändern, weil sie eben schwangerschaftsbedingt ist. Aber die richtige Ernährung, reichliches Trinken und viel Bewegung können das Problem lösen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem Artikel.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Warum kommt es zu einer Verstopfung in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft finden einige hormonelle Veränderungen statt. Davon ist auch das Schwangerschaftshormon Progesteron betroffen. Dieses Hormon beeinflusst u. a. die Darmmuskulatur. Während der Schwangerschaft erhöht sich der Progesteronspiegel im Blut. Dadurch entspannt sich die Darmmuskulatur, wodurch die Verdauung verlangsamt wird und es zur Verstopfung, medizinisch Obstipation, kommen kann. Gleichzeitig hemmt Progesteron die Bildung von Motilin, einem Hormon, das die Bewegung der Darmmuskulatur anregt. Diese „Beruhigung des Bauchraums“ dient dem Schutz des ungeborenen Kindes. Dazu kommt noch, dass sich Schwangere weniger bewegen, vor allem im letzten Trimenon. Das wirkt sich auch negativ auf die Darmbeweglichkeit aus.

Doch nicht nur die Hormone machen den Darm träge: Das Kind wird immer größer und mit ihm wächst auch die Gebärmutter. Beides beengt und drückt den Darm und stellt ihn ruhig. Es begünstigt also zusätzlich eine Darmträgheit. Neben den körperlichen Veränderungen kann aber auch die Ernährung oder die Psyche schuld an der Verstopfung sein. Wenn Sie zu wenig Ballaststoffe essen, zu wenig trinken, Stress und Sorgen haben, kann sich das auch auf den Darm auswirken und zu einer Verstopfung führen. 

Die meisten Frauen nehmen während der Schwangerschaft Eisen als Nahrungsergänzungsmittel ein. Das kann als Nebenwirkung ebenfalls Verstopfung auslösen. Momentan werden auch weitere Faktoren für Verstopfung in der Schwangerschaft diskutiert. Dazu zählen ein höheres Alter der Schwangeren (über 35 Jahre) und ein höherer Body-Mass-Index (BMI), also Übergewicht, bereits vor der Schwangerschaft. Beides steigert vermutlich die Wahrscheinlichkeit für eine Verstopfung.

Wie macht sich eine Verstopfung in der Schwangerschaft bemerkbar?

Die Verstopfung ist gekennzeichnet durch unregelmäßigen und harten Stuhlgang, oft verbunden mit starkem Pressen bei der Entleerung. Darüber hinaus haben die Betroffenen oft das Gefühl, dass sie sich nicht vollständig entleert haben. 

Wer von einer Verstopfung betroffen ist, hat oft auch mit Blähungen zu kämpfen. Oft treten zusätzlich Hämorrhoiden auf, denn das Bindegewebe ist durch Hormonwirkung aufgelockert, die Durchblutung im Unterleib gesteigert und der Druck des Kindes belastet die Blutgefäße zusätzlich. Das kann sehr unangenehm sein und auch nach der Entbindung anhalten.

Was hilft bei einer Verstopfung während der Schwangerschaft?

Das A und O bei einer Verstopfung ist eine Ernährungsumstellung. Häufig hilft es schon, mehr Ballaststoffe auf den Teller zu bringen. Dazu zählen Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst und Getreideprodukte aus Vollkorn. Zu den ballaststoffreichen Gemüsesorten zählen vor allem Möhren, Fenchel, Kohlgemüse und Knollensellerie. Ballaststoffreiche Obstsorten sind Granatapfel, Passionsfrucht, Äpfel und Birnen oder Beeren. Eine Geheimwaffe sind tatsächlich Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen. Sie sind sehr ballaststoffreich! 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Ballaststoffzufuhr von mindestens 30 Gramm. Das ist etwa enthalten in:

  • 5 Portionen Gemüse und Obst/Hülsenfrüchten/Nüssen,
  • plus 1 Portion Getreideflocken
  • sowie 2–3 Scheiben Vollkornbrot
  • und 1 Portion Kartoffeln, Vollkornnudeln oder Naturreis pro Tag.

Aber was sind eigentlich Ballaststoffe? Ballaststoffe kommen in pflanzlichen Lebensmitteln vor und stützen die Pflanzen von außen und innen. Sie gehören größtenteils zu den Kohlenhydraten. Teilweise werden sie im Darm von Mikroorganismen abgebaut und fördern dort eine günstige Zusammensetzung der Darmbakterien. Teilweise quellen sie nur und wandern unverdaut in den Darm. Dort saugen sie Wasser auf und sorgen dafür, dass der Stuhl quillt. So wird er weicher und kann leichter ausgeschieden werden. Wichtig hierbei ist, dass Sie ausreichend trinken, damit die Ballaststoffe quellen können. Ansonsten wirken sie wie ein Pfropf im Verdauungstrakt, was letztlich wieder zu einer Verstopfung führt.

Die folgende Tabelle zeigt, wie viele Ballaststoffe in unterschiedlichen Gemüse- und Obstsorten sowie Getreide enthalten sind:

Auch mit Sauerkraut oder Sauerkrautsaft können Sie die Verdauung in Schwung bringen. Bei empfindlichen Mägen kann das aber schnell zu Blähungen führen. Deshalb erst einmal langsam ausprobieren. Auch Sauermilchprodukte wie Joghurt oder Kefir haben eine unterstützende Wirkung auf die Verdauung. 

Ausreichend trinken – zwischen 1,5 und 2 Liter verteilt über den ganzen Tag – ist wichtig. Besonders wirkungsvoll ist, ein Glas Wasser morgens auf nüchternen Magen zu trinken. Wem Wasser zu langweilig ist, der sollte sich die große Vielfalt an Teesorten zunutze machen, denn einige haben durch ihre Inhaltsstoffe einen positiven Einfluss auf die Verdauung. Am besten wirken hier Fenchel-, Anis- oder Kümmeltee.

Auch Bewegung ist gut für eine funktionierende Verdauung. Sie regt die Durchblutung und die Peristaltik an. So wird die Bewegung genannt, mit der die Nahrung durch den Verdauungstrakt „reist“. Das heißt nicht, dass Sie sofort Mitglied im Fitnessstudio werden müssen. Spaziergänge, Treppen statt Fahrstuhl, Schwimmen, Schwangerschaftsyoga oder Radeln ist vollkommen ausreichend. Das Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt Schwangeren, an 5 Tagen pro Woche, besser täglich, für mindestens 30 Minuten körperlich aktiv zu sein. Und zwar nur so intensiv, dass Sie nebenher noch reden können.

Was gibt es bei einer Verstopfung in der Schwangerschaft zu beachten?

Eine Verstopfung ist lästig, aber nicht gefährlich. Auch nicht für das Baby. Dennoch sollten Sie sich an folgende Punkte halten:

  • Wenn Sie auf die Toilette gehen, nicht stark pressen! Genau das kann nämlich zu Hämorrhoiden führen. Gehen Sie also erst auf die Toilette, wenn Sie den ersten Druck verspüren.
  • Verzichten Sie auf stopfende Lebensmittel. Dazu zählen reife Bananen, Käse, Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Schokolade. Generell gilt: Alles, was fettig und süß ist, und was man nicht erst kauen muss, erschwert die Verdauung!
  • Gehen Sie nicht in die Apotheke und kaufen willkürlich Abführmittel, Zäpfchen oder andere Medikamente gegen Verstopfung.
  • Wird das Problem quälend, besprechen Sie es mit Ihren Arzt.

Die 10 besten Tipps bei einer Verstopfung in der Schwangerschaft:

  1. Ein Glas warmes Wasser am Morgen mit etwas Apfelessig bringt die müde Verdauung in Gang.
  2. Gelbe Leinsamen abends in Wasser einweichen und 2 EL davon morgens ins Müsli geben.
  3. Apfelmark im Joghurt kann ebenfalls anregend auf die Verdauung wirken.
  4. Ausreichend trinken und zwar Wasser und ungesüßte Tees, denn die Verdauung braucht Flüssigkeit, um richtig arbeiten zu können.
  5. Probiotische Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut oder Misosuppe sind Soulfood für Ihre Darmbakterien, die bei der Verdauung fleißig mitwirken.
  6. Präbiotische Gemüsesorten ab und zu genießen, die viel Inulin enthalten: Pastinaken, Topinambur, Artischockenherzen, Spargel, Schwarzwurzeln, Chicorée.
  7. Trockenpflaumen über Nacht einweichen und über den Tag verteilt essen. Das ist eine gute Ballaststoffbombe.
  8. Flohsamenschalen: Täglich 5 g Flohsamenschalen mit 200 ml Wasser mischen und rasch trinken. Wichtig: Direkt danach nochmal 2 Gläser Wasser trinken, da die Samen viel Wasser zum Quellen brauchen.
  9. Lassen Sie sich am Morgen Zeit, um aufs Klo zu gehen. Der Darm liebt Gewohnheiten und kann mit Stress nicht umgehen.
  10. Bewegung, Bewegung, Bewegung. Natürlich sollen Sie jetzt keinen Marathon laufen, aber Schwimmen, Yoga oder Spaziergänge regen die Verdauung an. Auch ein bisschen Morgengymnastik wirkt Wunder.

Welche Medikamente helfen bei einer Verstopfung in der Schwangerschaft?

Medikamente sollten bei einer Verstopfung immer die letzte Wahl sein. Denn gerade eine Verstopfung bekommt man mit einer Ernährungsumstellung auf Dauer am besten in den Griff. Doch manchmal ist zu Beginn der „Pfropf“ so ausgeprägt, dass Hilfe durch Präparate nötig ist. Das sollten Sie jedoch immer nur in Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin machen. Auch von Einläufen oder Mini-Klistieren sollten Sie die Finger lassen, denn die können vorzeitige Wehen auslösen!
Die meisten Abführmittel, die frei verkäuflich sind, werden für Schwangere nicht empfohlen. Denken Sie immer daran: Das, was Sie zu sich nehmen, wird ungefiltert an Ihr Kind im Bauch weitergegeben. 

Fazit

Eine Verstopfung in der Schwangerschaft kommt häufig vor, Sie sind damit also nicht alleine. Häufig hilft schon eine einfache Ernährungsumstellung. Da heißt es: ballaststoffreich essen, ausreichend trinken. Versuchen Sie, Ihren Teller mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorngetreide zu füllen.

Neben einer ausgewogenen Ernährung ist auch regelmäßige Bewegung wichtig. Sie sollten an mindestens 5 Tagen pro Woche, besser noch täglich, mindestens 30 Minuten körperlich aktiv sein. So, dass Sie nebenher noch ohne Seitenstechen reden können.

Wenn die Verstopfung länger anhält oder Schmerzen verursacht, gehen Sie besser zu Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Neben Bewegung ist Entspannung das Richtige: Legen Sie die Beine hoch, atmen Sie tief ein und aus und streicheln Sie dabei mehrmals in kreisenden Bewegungen um Ihren Bauchnabel. Alles Gute für Ihre weitere Schwangerschaft!

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wer darf am „Meine Familie“-Vorteilsprogramm teilnehmen?

Das „Meine Familie“-Vorteilsprogramm richtet sich an Familien mit Kindern – wobei z. B. auch Großeltern ihre Enkel anmelden dürfen. Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist lediglich die Anmeldung mindestens eines Kindes im Alter zwischen 0 und 10 Jahren im real Konto unter dem Service „Meine Familie“. Jedes Kind darf nur einmal angemeldet werden.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, wird nur noch zweimal jährlich Vorteilspost per E-Mail versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher. Prüfen Sie ggf. auch, ob sich die entsprechende E-Mail ggf. in Ihrem Spam-Ordner befindet.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

Prüfen Sie ob sich die entsprechende E-Mail ggf. in Ihrem Spam-Ordner befindet. Sollte dies nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Wann erhält man das „Meine Familie“-Willkommensgeschenk?

Das „Meine Familie“-Willkommensgeschenk erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten. Hierzu wird ein entsprechender Abholschein versendet.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.