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Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft: lästig, aber meist harmlos

Die neun Monate, in denen Ihr Kind in Ihrem Bauch heranwächst, sind eine ganz besondere Zeit. Doch die wenigsten Schwangerschaften verlaufen ohne lästige Beschwerden. Dazu gehören Wassereinlagerungen, sogenannte Ödeme: Auf einmal schwellen Hände und Beine an, der Ring am Finger ist plötzlich viel zu eng, die Sockenbündchen schnüren die Haut ab und hinterlassen einen tiefen Abdruck. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann sind Sie hier richtig. Wie genau es dazu kommt, was Sie dagegen tun können und wann Sie damit besser zum Arzt sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Wieso kommt es zu Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

Wassereinlagerungen werden im medizinischen Jargon Ödeme genannt. Bis zu 80 Prozent aller Schwangeren sind im letzten Trimester – also den letzten drei Monaten – von Ödemen geplagt. Wie Sie also sehen, geht es nicht nur Ihnen so. Es ist Ihnen bestimmt schon selbst aufgefallen: „Ödematöse Tage“ sind häufig die Tage, an denen Sie viel gesessen oder gestanden haben oder an denen hohe Temperaturen herrschen. Vor allem Frauen, die in den Sommermonaten schwanger sind, haben oft mit Wassereinlagerungen zu kämpfen. 

Während der gesamten Schwangerschaft nimmt das Blutvolumen einer Schwangeren um bis zu 40 Prozent zu. Damit steigt auch die enthaltene Wassermenge um bis zu 35 Prozent. Am Ende einer Schwangerschaft macht das mit vier bis sechs Kilogramm den größten Teil der Gewichtszunahme aus. Nur das wachsende Gewicht des Babys und der Gebärmutter sind ähnlich hoch. Der Grund ist zum einen die Blutbildung des Embryos. Zum anderen lagert der Körper Flüssigkeit ein, um im Notfall schnell Blut bilden zu können. Außerdem polstert das pralle Gewebe Stöße und Stürze besser ab und schützt Ihr Kind.

Das Schwangerschaftshormon „Progesteron“ sorgt dafür, dass sich die Gefäße weiten. So werden die Blutgefäße elastischer und durchlässiger. Dies wiederum sorgt dafür, dass die enthaltene Flüssigkeit im Blut leichter in die Zellzwischenräume des Bindegewebes übertreten kann. Der Körper freut sich und lagert die Flüssigkeit ein. Ein weiterer Grund, weshalb sich Wasser im Körper ansammelt, ist die Wadenmuskelpumpe. Sie pumpt das Blut durch die Venen nach oben und ist während der Schwangerschaft weniger aktiv. So fließt das Blut langsamer durch die Blutgefäße, was wiederum den Flüssigkeitsaustritt in das umliegende Gewebe erleichtert. Zusätzlich wird der Rückfluss des Blutes durch das größer werdende Baby und die Gebärmutter verlangsamt. Sie sehen, viele physische Veränderungen während der Schwangerschaft begünstigen Wassereinlagerungen im Körper.

Wo kommt es während der Schwangerschaft zu Wassereinlagerungen?

In erster Linie sind die Gliedmaßen von Ödemen betroffen. Je weiter fortgeschritten die Schwangerschaft, desto mehr Wasser kann sich ansammeln. Mitverantwortlich ist hier auch die Schwerkraft. Wenn Sie an einem Tag länger im Bett oder auf dem Sofa lagen, kann es durchaus sein, dass auch die Augenlider betroffen sind. Das Gesicht ist aber eher selten von Ödemen geschwollen. Da aber jeder Körper anders tickt, sind die Bereiche der Wasseransammlung von Frau zu Frau unterschiedlich. Oft sind Ödeme auf der Körperseite stärker ausgeprägt, auf der das Kind bzw. die Plazenta liegt.

Wassereinlagerungen in den Beinen

Geschwollene Beine und Füße? Das kennen Sie mit Sicherheit schon ziemlich gut. Denn sie stellen während der Schwangerschaft die Hauptbeschwerden dar. Schuhe passen nicht mehr, die Haut spannt und Sie haben ein unangenehmes, dumpfes Spannungsgefühl. In der Regel ist das harmlos, aber es kann durchaus als Spätfolge die Neigung zu Krampfadern befördern. Deshalb sollten Sie alles tun, die Schwellungen zu reduzieren. Die folgenden Maßnahmen können dabei helfen.

Was hilft bei Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft?

Gut für Sie: Sie sind den Ödemen während der Schwangerschaft nicht hilflos ausgesetzt. Es gibt viele Möglichkeiten, um den Schwellungen in Ihrem Körper den Kampf anzusagen. Hier die richtigen Tipps und Tricks:

  • Trinken Sie ausreichend Wasser. Klingt widersprüchlich, ist aber wichtig, um alle Funktionen im Körper aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass der Körper Wasser zurückhält.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig. Sie müssen keinen Marathon laufen, schon ein kleiner Spaziergang oder ein paar Bahnen im Schwimmbad helfen, den Blutkreislauf anzukurbeln und Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren.
  • Legen Sie mehrmals täglich die Beine für 20 bis 30 Minuten hoch. Auch während Sie schlafen, können Sie die Beine leicht erhöhen.
  • Massagen wirken Wunder! Sie können den Rückfluss des Blutes aktivieren, indem Sie die Beine mit sanftem Druck in Richtung des Herzens ausstreichen. Das tut gut!
  • Wärme und Hitze lassen die Extremitäten stark anschwellen. Daher ist es gerade im Sommer ratsam, sich öfters in wohltemperierten Räumen oder im Schatten aufzuhalten.
  • Eng anliegende Kleidung sollten Sie meiden. Das gilt auch für Accessoires wie Ringe. Das verhindert nämlich die Durchblutung. Setzen Sie auf lockere Oberteile und Hosen und flache Schuhe mit angenehmen Socken, die genügend Platz bieten.
  • Andererseits können Stützstrumpfhosen oder die stärkeren Kompressionsstrümpfe Ihr Gewebe stützen und die Schwellung gerade tagsüber reduzieren. Sie können von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben werden.
  • Auch das alte Hausmittel „Wechseldusche“ auf Füße und Unterschenkel ist hilfreich. Das aktiviert den Blutfluss und lindert die Beschwerden. Vor allem im Sommer ist das gleichzeitig eine schöne Abkühlung.
  • Besonders gut wirken Kneipp’sche Tretbäder und Tautreten. Dazu am besten morgens barfuß durch das taunasse Gras laufen oder durch ein Tretbecken, einen kleinen Bach oder ein flaches Kinderbecken gehen. Oder Sie lassen kaltes Wasser knöcheltief in Ihre Badewanne und laufen einige Minuten hin und her.

Wenn Sie eine der Glücklichen sind, die keine Ödeme haben, können Sie trotzdem regelmäßig diese Tipps anwenden, um erst gar keine Wassereinlagerungen zu bekommen und Ihre Durchblutung anzuregen. 

Im Netz finden Sie teilweise noch veraltete Empfehlungen wie Reistage oder eine salzarme Ernährung. Studien haben gezeigt, dass dies nicht wirkungsvoll ist und sogar gefährlich werden kann! Achten Sie lieber auf reichlich frisches Gemüse, Kartoffeln und Obst: Das liefert viel Kalium, das als Gegenspieler des Natriums ein natürliches Gegengewicht zum Salz bildet.

Wichtig: Entwässerungsmittel in der Schwangerschaft sind tabu! Zwar bindet Salz Wasser und kann so Schwellungen begünstigen, jedoch braucht der Körper das Salz für wichtige Prozesse im Körper. Salz reguliert zum Beispiel den Flüssigkeits- und Mineralhaushalt. Weil in der Schwangerschaft Gewebe und Gewebeflüssigkeit zunehmen, steigt auch der Bedarf an Salz. Entwässerungstabletten oder -tees können dagegen zu einem gefährlichen Mineralstoffverlust führen.

Wann sind Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft bedenklich?

Ödeme in der Schwangerschaft sind völlig normal. Sie sind lästig, aber in den meisten Fällen besteht hier kein Grund zur Sorge. Dennoch können sie ein Hinweis auf eine ernst zu nehmende Schwangerschaftserkrankung, die sogenannte Präeklampsie, sein. Sie tritt lediglich bei drei bis fünf Prozent aller Schwangerschaften auf, also wirklich selten.

Gekennzeichnet ist diese Erkrankung durch Bluthochdruck und eine zu hohe Eiweißausscheidung über den Urin. Wenn Sie folgende Anzeichen im Zusammenhang mit Ödemen haben, sollten Sie das mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprechen:

  • Schwindel
  • Eiweiß im Urin
  • Bluthochdruck
  • Augenflimmern
  • Ohrensausen
  • Kopfschmerzen

Auch eine rasche Ödembildung im Gesicht, an den Händen und Beinen, generell ein stark geschwollenes Gesicht oder eine hohe Gewichtszunahme in kurzer Zeit (mehr als ein Kilogramm pro Woche im dritten Trimester) können Anzeichen einer Präeklampsie sein.

Das hört sich alles sehr dramatisch an. Allerdings wird die Erkrankung durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin in den meisten Fällen bereits sehr früh diagnostiziert und behandelt.

Wie lange bleiben die Wassereinlagerungen bestehen?

Manchmal verstärken sich die Ödeme kurz nach der Geburt. Aber spätestens dann bilden sie sich rasch wieder zurück – der Körper braucht nun die Notfallreserve nicht mehr. Bemerkbar macht sich dies wenige Tage nach der Geburt. Anzeichen sind starkes Schwitzen – vor allem nachts – und eine vermehrte Urinbildung. Das kann sich über eine längere Zeit hinziehen und ist völlig normal.

Fazit

Wenn Sie während Ihrer Schwangerschaft von Wassereinlagerungen geplagt werden, sind Sie damit nicht alleine. Sie wissen jetzt auch, dass kein Grund zur Sorge besteht. Durch Tricks wie Massagen, Spaziergänge oder einfach nur das Tragen von lockeren Klamotten können Sie Ödeme vermeiden oder die Symptome vermindern. 

Bemerken Sie im letzten Trimester eine sehr schnelle Gewichtszunahme oder Ödeme begleitet von Symptomen wie Schwindel, Augenflimmern, Bluthochdruck oder Eiweiß im Urin, dann sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen, um eine Präeklampsie auszuschließen.

Nun genießen Sie Ihre weitere Schwangerschaft, legen Sie die Füße hoch und lassen Sie sich verwöhnen!

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Was könnte der Grund dafür sein, wenn trotz Anmeldung eines Kindes zwischen 0 und 24 Monaten beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm kein Begrüßungspaket beim Teilnehmer ankommt?

Sobald ein Kind im entsprechenden Alter bei „Meine Familie“ angemeldet wurde, wird der Versand des Begrüßungspakets automatisch veranlasst. Bitte beachten Sie, dass der Versandprozess einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Wir bitten Sie im Zweifelsfall um ein wenig Geduld. Wird ein Kind bereits während der Schwangerschaft angemeldet, wird Versand des Begrüßungspakets erst nach dem eingetragenen Geburtstermin veranlasst.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

Sind die „Meine Familie“-Vorteilscoupons auch im real Onlineshop einlösbar?

Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.