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Die zehn ersten Fragen nach einem positiven Schwangerschaftstest

Das Ergebnis Ihres Tests ist eindeutig, Sie sind schwanger. Ob ungewollt oder sehnsüchtig erwartet, eine Schwangerschaft stürzt die meisten Frauen – und auch viele Männer – in ein Gefühlschaos. Tausende von Fragen schwirren Ihnen nun im Kopf herum. Antworten zu den zehn ersten Fragen nach einem positiven Schwangerschaftstest finden Sie hier. Mit einem positiven Schwangerschaftstest beginnt für Frauen eine ganz besondere Phase ihres Lebens: Durch eine Schwangerschaft verändert sich nicht nur der Körper, sondern ein Großteil Ihres „alten“ Lebens: Statt um Karriere, Ausgehen und Freunde kreisen die Gedanken jetzt immer öfter um Themen wie Geburtsvorbereitung, Elterngeld oder Erstausstattung. Vor allem in den ersten Tagen und Wochen einer Schwangerschaft sind viele Erstgebärende noch sehr unsicher und zermartern ihr Gehirn mit Fragen: Einige sind rein praktischer Natur, andere betreffen ihre weitere Lebensplanung. Die häufigsten Fragen nach einem positiven Testergebnis und klare Antworten darauf lesen Sie im Folgenden.

1. Wann kommt das Baby?

Neun Monate dauert eine Schwangerschaft – das weiß doch jeder. Allerdings geht man bei der Berechnung des Geburtstermins heute nicht vom Zeitpunkt der Befruchtung aus, sondern vom ersten Tag der letzten Menstruation. Das bedeutet, dass sich die Schwangerschaft von durchschnittlich 266 auf 280 Tage verlängert. Das sind 40 Wochen, also 10 Monate. Möchten Sie also wissen, wann Ihr kleiner Schatz das Licht der Welt erblickt, müssen Sie 280 Tage zum ersten Tag der letzten Regel dazu addieren.

2. Wann muss ich zum Arzt?

Auch wenn Ihr Baby im Ultraschall erst nach ca. zwei bis drei Wochen richtig zu erkennen ist, sollten Sie nach einem positiven Schwangerschaftstest möglichst bald Ihren Frauenarzt aufsuchen. Dieser bestätigt die Schwangerschaft, führt wichtige Blutuntersuchungen durch, gibt Ihnen Verhaltensregeln und kann eine Eileiterschwangerschaft frühzeitig ausschließen.

3. Wie wird der Partner reagieren?

Geplant oder ungeplant – viele Männer reagieren bei der Nachricht, dass sie Vater werden, erst einmal geschockt. Macht Ihr Partner nach einem positiven Testergebnis keine Freudensprünge, sollten Sie deshalb nicht enttäuscht oder wütend sein. Viele Männer brauchen ein bisschen Zeit, um sich an die neue Lebenssituation und die damit verbundene Verantwortung zu gewöhnen. Nach ein paar Tagen wird Sie Ihr Partner dann vielleicht schon mit einem Strampler überraschen.

4. Wann informiere ich den Arbeitgeber?

Es gibt in Deutschland kein Gesetz, das vorschreibt, wann Schwangere ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren müssen. Die meisten werdenden Mütter warten die ersten drei Monate ab, um auch wirklich sicher zu sein. Es gibt allerdings Ausnahmen: Schwangere, die mit gefährlichen Stoffen umgehen oder in Kitas arbeiten, sind verpflichtet, ihren Arbeitgeber frühzeitig über ihre Schwangerschaft zu informieren.

5. Muss ich jetzt sofort aufhören zu rauchen?

Ja, denn Nikotin schadet Ihrem Baby erheblich. Während der Schwangerschaft kann das Rauchen zu Fehl- und Frühgeburten führen. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, leiden öfter unter Allergien, Herzfehlern, Atemwegserkrankungen, einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, einem schwachen Immunsystem sowie Wachstums- und Entwicklungsstörungen. Also, sofort weg mit dem Glimmstängel!

6. Worauf muss ich jetzt bei meiner Ernährung achten?

Gesund und ausgewogen sollte sie sein – die Ernährung während der Schwangerschaft. Viel Obst, viel Gemüse und viel Getreideprodukte sollten Sie essen, Fleisch, Eier und Fisch regelmäßig, Süßigkeiten und Snackprodukte nur in Maßen. Einen besonders hohen Bedarf haben Schwangere an Folsäure, Jod und Eisen. Ihr Gynäkologe wird Ihnen deshalb entsprechende Nahrungsergänzungspräparate empfehlen. Als absolute Tabus während der Schwangerschaft gelten neben Alkohol und Nikotin rohes Fleisch, Rohmilchprodukte, rohe Eier, Leber sowie roher Fisch und geräucherte Lebensmittel.

7. Ich habe in den letzten Tagen noch Alkohol getrunken. Habe ich meinem Baby damit Schaden zugefügt?

Nein. In den ersten vier bis fünf Tagen nach der Befruchtung wandert die Eizelle durch den Eileiter in die Gebärmutter. Erst zwischen dem fünften und sechsten Tag nistet sie sich dort ein und wird mit dem Körper der Mutter verbunden. Vor der Einnistung können Sie Ihrem Kind durch den Genuss von Alkohol also noch gar keinen Schaden zufügen. Von der Einnistung bis zum Ausbleiben der Regel hingegen gilt dann das sogenannte „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Dieses besagt, dass die Eizelle in der Regel mit der nächsten Periode abgeht, sollte sie aus irgendeinem Grund Schaden genommen haben.

8. Habe ich Röteln-Schutz?

Ca. 15 Prozent aller Frauen haben keinen Röteln-Schutz, d. h., sie haben diese Krankheit nie gehabt und sind auch nicht gegen sie geimpft. Infizieren sich Schwangere in den ersten drei Monaten mit dem Röteln-Virus, kann das schwerwiegende gesundheitliche Folgen für das ungeborene Kind haben. Kinder, deren Mütter in den ersten Wochen der Schwangerschaft an Röteln erkrankt sind, können unter einem Herzfehler, Blindheit, Taubheit oder geistigen Behinderungen leiden. Aus diesem Grund wird Ihr Blut beim ersten Frauenarztbesuch auf Röteln-Antikörper untersucht.

9. Welche finanziellen Hilfen kann ich in Anspruch nehmen?

Schwangere und Mütter haben in Deutschland Anspruch auf bestimmte Sozialleistungen. Dazu gehören das Elterngeld, das Kindergeld und das Mutterschaftsgeld, das freiwillig Versicherte oder Pflichtversicherte während des Mutterschutzes von den gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren finanziellen Hilfen für Mütter und Familien in Notlagen wie z. B. die Bundesstiftung Mutter und Kind. Ausführliche Informationen finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

10. Wann muss ich mich im Krankenhaus anmelden?

Das hat noch ein bisschen Zeit. Grundsätzlich können Sie in jedem Krankenhaus auch ohne Anmeldung gebären. Doch eine vorherige Anmeldung ist in vielen Krankenhäusern erwünscht und kommt auch Ihnen zugute: Sie können sich den Kreißsaal im Vorfeld anschauen, das Personal kennenlernen und Routinefragen schon vorab klären. Sinnvoll ist es, sich zwischen der 33. bis 36. Schwangerschaftswoche in einem Krankenhaus Ihrer Wahl anzumelden. Möchten Sie während der Schwangerschaft, bei und nach der Geburt von einer Beleghebamme betreut werden, sollten Sie sich hingegen baldmöglichst für eine Hebamme Ihrer Wahl entscheiden.