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Hilfe, mein Kind hört nicht – was kann ich tun?

Nichts ist für Eltern wohl frustrierender: Trotz Bitten und Mahnungen hört Ihr Kind nicht und weigert sich, Aufgaben zu erledigen oder Anweisungen zu folgen – beispielsweise das Aufräumen des Zimmers, Helfen im Haushalt oder einfach nur, sich etwas zu beeilen. Bevor Sie die Geduld verlieren oder laut werden, gilt zunächst: Ruhe bewahren. Oftmals hört Ihr Kind Ihnen nämlich aus einem ganz bestimmten Grund nicht zu. Wir verraten Ihnen, wie Sie androhende Eskalationen auflösen und die Harmonie im Familienleben wiederherstellen können.

Alles Gute!
Ihr Meine Familie-Team

Warum hört mein Kind nicht? 

„Beeil dich jetzt“, „Räume endlich dein Zimmer auf“ oder „Kommst du zum Essen“: Egal, ob Sie schimpfen oder mit Engelszungen auf Ihren Nachwuchs einreden, Ihr Kind hört einfach nicht zu und ignoriert Sie? Damit sind Sie garantiert nicht allein. Fast jedes Elternteil kennt die Situation, in der der Nachwuchs Bitten und Wünsche konsequent ignoriert.

Zunächst sollten Sie sich verinnerlichen: Die meisten Kinder sind durchaus bereit, mit ihren Eltern zu kooperieren oder ihnen zu helfen, und wollen keinen Streit und Ärger. Doch häufig sind die Bitten von Eltern mit lästigen Aufgaben verbunden, sodass ein bestimmter Tonfall unabsichtlich und intuitiv ignoriert wird. Damit Sie richtig handeln können, gilt es zunächst, herauszufinden, warum Ihr Kind in der aktuellen Situation nicht hört.

Warum das Kind nicht hört, kann viele verschiedene Ursachen haben:

  1. Grundbedürfnis: Eine mögliche Ursache liegt in einem unerfüllten Grundbedürfnis wie Hunger oder Müdigkeit. Jeder Erwachsene kennt es schließlich selbst: Wenn wir hungrig oder müde sind, fällt es uns schwer, uns zu konzentrieren – wir haben schlechte Laune und schlicht keine Lust. Das sollten Sie auch Ihrem Kind zugestehen.
  2. Aufmerksamkeit: Waren Sie heute viel beschäftigt und konnten sich nicht lange mit Ihrem Kind befassen? Dann kann es sein, dass Ihr Nachwuchs einfach nur Ihre Aufmerksamkeit bekommen möchte – in der Regel bekommt er das am besten mit ungezogenem Verhalten und nicht, wenn er sich gut benimmt.
  3. Provokation: Das Nichthören Ihres Kindes – insbesondere bei Teenagern – kann auch provozierend gemeint sein. Hier ist es etwas schwieriger, die genauen Ursachen zu verstehen, insbesondere, wenn es gleichzeitig aggressiv wird, schreit oder um sich schlägt. Selbstreflexion kann hier ein erster Ansatz sein: Überlegen Sie, wie kooperativ Sie heute waren und ob Sie Ihr Kind nicht mit kleinen Wörtern wie bald oder gleich vertröstet haben. Eventuell hört das Kind ganz absichtlich weg, um Sie zu bestrafen.
  4. Grenzen austesten: Gerade Kleinkinder ignorieren Eltern ganz bewusst. Das dient nicht dazu, die Eltern zu ärgern, stattdessen versucht das Kind, seine Grenzen auszutesten. Es beobachtet, wie seine Eltern auf sein Verhalten reagieren.
  5. Überforderung: Hin und wieder kommt es vor, dass Ihr Kind mit der von Ihnen gestellten Aufgabe schlichtweg überfordert ist. Das kann sowohl eine zu schwierige Hausaufgabe sein als auch das chaotische Zimmer, sodass dem Kind der Überblick fehlt und es sich nicht in der Lage fühlt, Ihrer Anweisung zu folgen.
  6. Nachahmung: Kinder ahmen das Verhalten von Erwachsenen instinktiv nach – sowohl positives als auch negatives. Sind Sie fröhlich und freundlich, ist es Ihr Kind meistens auch. Zeigen Sie sich beispielsweise durch Stress auf der Arbeit reizvoll oder genervt und heben auch mal die Stimme, kann es sein, dass Ihr Kind einfach nur Ihr Verhalten widerspiegelt.
  7. Stolz: Ihr Kind hat etwas falsch gemacht und wird von den Eltern ausgeschimpft. Die Reaktion: Trotz. In diesem Fall versteht Ihr Nachwuchs sehr gut, dass seine Reaktion blöd war – ist aber zu stolz, diesen Fehler einzugestehen. Die Folge: mangelnde Kooperation.
  8. Autonomie: Das Streben nach Selbstständigkeit ist Kindern angeboren und auch aus evolutionärem Sinn überlebenswichtig. Erste Anzeichen lassen sich bereits bei Babys erkennen, die unbedingt selbst ihr Fläschchen halten wollen, obwohl sie noch gar nicht richtig greifen können. Reagiert Ihr Kind trotzig, kann es demnach sein, dass es gerne seine eigenen Entscheidungen treffen und autonom handeln möchte.

In den meisten Fällen ist es sehr schwer festzumachen, woran das trotzige Verhalten genau liegt. Oftmals sind es mehrere Ursachen, die zusammenkommen.

Kennen Sie den Entwicklungsstand Ihres Kindes: Kleinkinder sind noch nicht in der Lage, empathisch zu handeln, also sich in andere hineinzuversetzen. Diese Fähigkeit entwickelt sich erst im vierten Lebensjahr.

Was können Eltern tun, wenn ihr Kind nicht auf sie hört?

Strikten Gehorsam von Kindern zu verlangen, gilt heute in den meisten Familien als veraltet. Allerdings ist Kooperation, also die Zusammenarbeit von Kind und Eltern, enorm wichtig für ein harmonisches Familienleben. Damit das möglich ist, muss die Beziehung auf einem Vertrauensverhältnis basieren, in der sich beide Parteien auf Augenhöhe begegnen.

Für eine erfolgreiche Kooperation zwischen Eltern und Kind muss demnach zunächst ein Wir-Gefühl geschaffen werden und die Grundbedürfnisse des Kindes erfüllt sein: Sicherheit, Verlässlichkeit und Zugehörigkeit bilden die Basis für ein harmonisches Familienleben.

Wir verraten Ihnen, wie Sie handeln können, wenn Ihr Kind nicht auf Sie hört:

Nähe statt Distanz

Nur wenn Sie Ihrem Kind die volle Aufmerksamkeit schenken, können Sie dasselbige auch von ihm erwarten. Es ist zwar im Alltag nicht ganz leicht, aber sprechen Sie nicht auf Distanz zu Ihrem Kind: Durch die Wohnung gerufene Aufforderungen oder Bitten werden häufiger ignoriert, als wenn Sie direkt auf Augenhöhe mit Ihrem Kind sprechen und es dabei anschauen.

Oftmals sind Kinder so in ihre Welt, ins Musikhören oder in ihr aktuelles Spiel vertieft, dass sie gerufene Aufforderungen gar nicht wahrnehmen. Fordern Sie deswegen die Aufmerksamkeit direkt ein, indem Sie präsent sind: Bitten Sie es, kurz sein Spiel zu unterbrechen und zuzuhören. Es kann auch helfen, das Kind die Aufforderung wiederholen zu lassen, um sicherzugehen, dass es Sie gehört und verstanden hat.

Sie haben keine Lust, alles dreimal sagen zu müssen? Reden Sie mit Ihrem Kind auf Augenhöhe!

Die richtige Wortwahl

Die meisten Kinder brauchen konkrete Anweisungen. Vermeiden Sie deswegen schwammige und unpersönliche Wörter und Satzelemente wie „man“, „eventuell“ oder „möchtest du nicht“, sondern formulieren Sie direkt und verwenden Sie Ich-Botschaften:

SchlechtWürdest du eventuell dein Zimmer endlich aufräumen? Man sieht ja kaum noch den Fußboden!
GutIch möchte, dass du dein Zimmer aufräumst, damit ich nicht auf dein Spielzeug trete und es kaputt mache.

Formulieren Sie zudem eine klare Aufforderung, keine Frage oder vage formulierte Bitte. Verzichten Sie auf Wörter, die Unsicherheit ausdrücken.

SchlechtDu räumst jetzt dein Zimmer auf, okay?
GutRäume bitte dein Zimmer auf!

Machen Sie Ihre Aussage so kurz und prägnant wie möglich und reden Sie nicht um den heißen Brei herum.

Wirkung von Stimme und Körpersprache

Eine Botschaft setzt sich aus gesprochenen Wörtern, Stimme und Körpersprache zusammen. Führen Sie die Stimme bei der Formulierung von Aufforderungen immer von oben nach unten, da durch diese Stimmlage Klarheit vermittelt wird. Eine dünne Stimme, die unbewusst am Satzende nach oben geführt wird, vermittelt Unsicherheit.

Weitere Tipps:

  • Werden Sie nicht lauter, wenn Sie eine Aufforderung wiederholen müssen. In der Regel liegt es nicht am mangelnden Hörvermögen – das Kind hat bereits beim ersten Mal verstanden, was es tun soll.
  • Verzichten Sie auch darauf, eindringlicher zu werden: Bleiben Sie ruhig und gelassen – eine aggressive Stimmlage überträgt sich auch auf das Kind.
  • Versuchen Sie, sich in Ihr Kind hineinzuversetzen: Reagiert Ihr Kind auf eine Aufforderung nicht, überlegen Sie, ob der Tonfall möglicherweise zu harsch war – nicht umsonst heißt es: „Der Ton macht die Musik.“
  • Versuchen Sie, die Sache etwas lockerer zu sehen. Bei kleinen Kindern hilft es beispielsweise, das Kind spielerisch zur Aufgabe zu animieren, beispielsweise indem Sie eine Puppe mit Ihrer Stimme sprechen lassen.

Kurze Entspannungsübungen oder tiefes Einatmen können Wunder bewirken, wenn die Situation zu eskalieren droht. Nehmen Sie sich eine Minute Zeit und formulieren Sie Ihre Bitte an das Kind erneut.

Konsequenzen: loben statt schimpfen

Erst, wenn eine Aufforderung nicht sofort befolgt wird, fällt es Eltern auf. Es bleibt der allgemeine Eindruck, dass das Kind nicht hört. Doch dabei vernachlässigen die meisten Eltern, dass das Kind sehr häufig Ihren Wünschen nachkommt, was jedoch meistens als selbstverständlich angenommen wird. Unerwünschtes Verhalten wird oftmals durch Aufmerksamkeit belohnt, während die meisten Eltern richtiges Verhalten ignorieren.

Deswegen lautet die Devise: loben statt schimpfen! Sagen Sie Ihrem Kind, wenn es etwas richtig gemacht hat, und bedanken Sie sich für seine Kooperation. Hört das Kind nicht, sollten jedoch keinesfalls negative Konsequenzen angedroht werden. Bereits kleine Kinder erkennen, dass Drohungen wie „ohne Abendessen ins Bett“ inhaltslos sind und wohl kaum wahr gemacht werden. Spielen Sie auch nicht mit der Trennungsangst des Kindes, da das langfristige Auswirkungen auf die Beziehung haben kann.

Stattdessen hilft es, die Aufforderung mit einem schönen Ereignis zu verknüpfen. Die logische Konsequenz: Das Kind lernt, dass es positive Folgen hat, wenn es auf seine Eltern hört.

SchlechtWenn du jetzt dein Zimmer nicht aufräumst, gibt es kein Abendessen.
Gut

Wenn du fertig bist mit Aufräumen, lese ich dir ein Buch vor.
Wenn du erst später dein Zimmer aufräumst, schaffen wir es nicht mehr, gemeinsam zu spielen.

Im Alltag geht es meistens unter, aber die meisten Kinder kooperieren andauernd mit ihren Eltern, was häufig als selbstverständlich hingenommen wird. 
Überlegen Sie mal: Wie oft hilft Ihr Kind Ihnen mit Freude, wenn Sie beispielsweise einen bestimmten Gegenstand suchen? Oder zieht sich freiwillig die Schuhe an?

5 weitere Tipps, was Sie tun können, damit Ihr Kind hört

Welche elterliche Reaktion die beste ist, wenn Ihr Kind nicht hört, ist sehr situations- und charakterabhängig. Ein schlecht gelaunter Teenie erfordert einen anderen Umgang als ein bockiges Kleinkind. Wichtig ist es, gelassen zu reagieren, ruhig zu handeln und die Situation nicht eskalieren zu lassen.

Beachten Sie auch die folgenden Tipps:

  1. Lassen Sie keinen Raum für Diskussionen und legen Sie den Fokus auf eine spätere Belohnung, auf die sich das Kind freuen kann, wenn es seine Aufgabe erledigt hat. Wörtchen wie „wenn“ oder „sobald“, die eine kleine Belohnung versprechen, können oftmals Wunder wirken.
  2. Auch Erwachsene kennen es: Freiwillige Aufgaben erledigen wir viel lieber als die Pflicht. Geben Sie dem Kind deswegen die Möglichkeit, eine eigene Entscheidung zu treffen, beispielsweise, welches Spielzeug es zuerst wegräumen möchte. Entscheidungsfragen simulieren dem Kind eine gewisse Freiheit, was die Motivation steigern kann. Die Tatsache, dass das Kind sein Zimmer aufräumen wird, wird als gegeben angesehen, allerdings können Sie dem Kind damit eine Illusion des freiwilligen Handelns suggerieren.
  3. Bedanken Sie sich nicht erst, wenn das Kind seine Aufgabe erledigt hat. Auch ein vorgezogenes, freundliches und ehrliches Dankeschön kann die Motivation steigern: Kinder möchten ihren Eltern gefallen und fühlen sich dann oftmals verpflichtet, der Aufforderung nachzukommen.
  4. Kinder sind im Alltag häufig überfordert. Hier kann es helfen, die Aufgabe in kleine Abschnitte aufzuteilen, die nach und nach erledigt werden. Geht es beispielsweise darum, das Zimmer aufzuräumen, können Sie Ihren Nachwuchs zuerst bitten, seine Bücher ins Regal zu stellen, und dann in kleinen Schritten weiterverfahren.
  5. Oftmals drückt das Kind seinen Unwillen auch durch Aussagen wie „Ich kann das nicht“ aus. Nicht Ignorieren, sondern Ermutigen ist hier der richtige pädagogische Ansatz. Bieten Sie Ihre Hilfe an und lenken Sie seine Aufmerksamkeit auf Dinge, die Ihr Kind schon kann. Dieser Tipp kann beispielsweise helfen, wenn Ihr Nachwuchs unwillig ist, seine Hausaufgaben zu erledigen.

Hier haben wir Ihnen die wichtigsten Tipps nochmal zusammenfasst.

Denken Sie immer daran: Gelegentliche Streitigkeiten zwischen Eltern und Kindern sind völlig normal und kommen in den besten Familien vor. Ihr Kind entwickelt sich zu einer eigenständigen Person – unterstützen Sie es dabei, indem Sie gelassen, ruhig und freundlich bleiben. Auch wenn Ihr Kind nicht hört: Harte Bestrafungen und Aggressivität können die Beziehung langfristig schädigen. Versuchen Sie also herauszufinden, warum das Kind im Moment nicht zuhört und Ihre Anweisungen missachtet – dann können Sie angemessen reagieren und das Wir-Gefühl stärken.

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wer darf am „Meine Familie“-Vorteilsprogramm teilnehmen?

Das „Meine Familie“-Vorteilsprogramm richtet sich an Familien mit Kindern – wobei z. B. auch Großeltern ihre Enkel anmelden dürfen. Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist lediglich die Anmeldung mindestens eines Kindes im Alter zwischen 0 und 10 Jahren im real Konto unter dem Service „Meine Familie“. Jedes Kind darf nur einmal angemeldet werden.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, werden nur noch zweimal jährlich Vorteilscoupons per Post versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

In seltenen Fällen kann die Geburtstagspost eines Kindes verspätet eintreffen. Sollte die Post auch nach einer gewissen Wartezeit noch nicht eingetroffen sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Wann erhält man das „Meine Familie“-Begrüßungspaket?

Das „Meine Familie“-Begrüßungspaket erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.

Sind die „Meine Familie“-Vorteilscoupons auch im real Onlineshop einlösbar?

Die „Meine Familie“-Coupons sind leider nicht im Onlineshop einlösbar. Der real Onlineshop bietet jedoch sehr häufig eigene Rabattaktionen und Preisnachlässe auf ganze Artikelsortimente.