Sie haben in Ihren Browsereinstellungen Cookies deaktiviert. Wir nutzen Cookies auf der real-markt.de für eine Vielzahl von Funktionen.
Wenn Sie die Website vollumfänglich nutzen möchten, sollten Sie das Setzen von Cookies über Ihre Browsereinstellungen zulassen.

Sommer ohne Stich! So schützen Sie Ihr Kind vor Wespen, Mücken und Zecken

Kinder sollen den Sommer unbeschwert genießen – am besten draußen an der frischen Luft und in der Natur. Daran sollten sie auch Mücken, Wespen oder Zecken nicht hindern. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die kleinen Plagegeister fernhalten und Stiche vermeiden – und was Sie tun können, wenn Ihr Kind doch mal von einem Insekt gestochen wird.

Alles Gute!
Ihr Meine Familie-Team

Die richtige Kleidung

Ziehen Sie Ihrem Kind möglichst helle Farben an. Das hält nicht nur die Wärme der Sonne ab, sondern auch viele Insekten. Denn die fühlen sich von dunklen oder sehr bunten Kleidungsstücken viel stärker angezogen. Wenn es nicht zu heiß ist, sollte Ihr Kind am besten lange Kleidung tragen – vor allem an den Beinen. Selbst eine dünne Schicht Stoff kann den einen oder anderen Stich verhindern.

Verzichten Sie auf Parfum

Die Duftstoffe in Parfums oder Deodorants sind ein perfekter Lockstoff für Insekten, besonders für Wespen. Verzichten Sie bei Ausflügen in die Natur möglichst weitgehend auf parfümierte Pflege- oder Kosmetikprodukte. So schützen Sie nicht nur sich selbst vor Stichen, sondern auch Ihre Kinder.

Insektenschutzmittel für Kinder?
Im Handel ist eine Vielzahl an Insektenschutzmitteln erhältlich. Aber nicht jedes ist für Kinder geeignet. Setzen Sie vor allem bei Babys und Kleinkindern möglichst auf ökologische Produkte ohne Chemikalien. Lesen Sie unbedingt immer die Hinweise auf der Verpackung und informieren Sie sich bei Bedarf bei Ihrem Kinderarzt.

Vorsicht bei Allergien

Insektenstiche sind manchmal unangenehm oder schmerzhaft, hierzulande aber in den allermeisten Fällen harmlos. Reagiert Ihr Kind jedoch allergisch auf Wespen-, Bienen- oder Hornissenstiche, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Mehr dazu finden Sie in unserer Checkliste.

Was hilft gegen Mücken?

Auch wenn ihr Blut nicht „süßer“ ist: Kinder werden laut Studien bevorzugt von Mücken gestochen – vielleicht, weil ihre Haut dünner und weniger behaart ist als die von Erwachsenen. Mit diesen Tipps halten Sie Ihren Kindern die lästigen Blutsauger vom Leibe.

  1. Geduscht ins Bett
    Mücken lassen sich vor allen Dingen von ihrem Geruchssinn leiten. Der Duft von menschlichem Schweiß zieht die kleinen Biester magisch an. Hat Ihr Kind tagsüber geschwitzt, sollten sie es abends nochmal kühl abduschen. Das wäscht die Gerüche des Tages ab. Außerdem sorgt die Abkühlung dafür, dass Ihr Kind auch nachts weniger schwitzt – und somit weniger „appetitlich“ für Mücken ist.
  2. Du kommst hier nicht rein
    Verschließen Sie Schlafräume am besten mückendicht, zum Beispiel mit einem Insektengitter vor dem Fenster. So kommt frische Luft ins Zimmer, während ungebetene Gäste draußen bleiben. Und noch ein wichtiger Tipp für unerfahrene Camper: Lassen Sie auch tagsüber niemals das Innenzelt geöffnet. Denn der menschliche Duft im Schlafbereich lockt Mücken an, die dort geduldig auf ihre nächtliche „Mahlzeit“ warten.
  3. Fliegen Mücken ins Licht?
    „Licht aus, sonst kommen die Mücken rein!“ Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig in deutschen Schlafzimmern. Tatsächlich werden Mücken nicht vom Licht angezogen – im Gegenteil: Sie meiden es sogar.

Was hilft gegen Wespen und Bienen?

Vor allem Wespen fühlen sich leicht durch Menschen bedroht. Dann stechen sie, um sich zu verteidigen. Hier erfahren Sie, wie Sie „Missverständnissen“ zwischen Tier und Mensch entgegenwirken.

  1. Mund zuhalten
    Das CO2 in unserer Atemluft ist für Wespen ein Alarmsignal. Deswegen sollten Sie und Ihr Kind aufdringliche Wespen niemals wegpusten. Bitten Sie Ihr Kind, sich den Mund zuzuhalten, bis die Wespe weggeflogen ist. Das hat auch den Vorteil, dass keine Wespe versehentlich in den Mund-Rachen-Raum gelangt.
  2. Ruhe bewahren
    Wenn Wespen oder Bienen zu nahekommen, reagieren viele Kinder hektisch und sogar panisch. Sie versuchen reflexartig, die kleinen Tiere mit der Hand wegzuscheuchen. Damit erreichen sie leider häufig das Gegenteil. Die Tiere fühlen sich bedroht und greifen an. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Erwachsene ruhig bleiben. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass nichts passiert, solange es sich ruhig und besonnen bewegt.
  3. Schuhe anziehen
    Wespen halten sich gern in Bodennähe auf – nicht nur auf Wiesen, sondern auch in Sandkästen, wo sie der Duft süßer Getränke oder Eisreste anlocken. Und Erdbienen bauen ihren Unterschlupf gern in den Sand. Halten Sie daher unbedingt gründlich Ausschau nach Bienen oder Wespen am Boden, bevor Sie Ihr Kind barfuß in den Sand lassen. Auf Wiesen sind in Bodennähe besonders Bienen auf Pollensuche unterwegs. Hier sollte Ihr Kind zumindest Sandalen tragen.
  4. Essen und Getränke verschließen
    Wenn im Sommer auf der Wiese der Picknickkorb ausgepackt wird, sind die Wespen meist nicht weit. Auch in Mülleimern suchen die Tiere gern nach Nahrung. Verpacken Sie mitgebrachtes Essen am besten in verschließbaren Behältern. Und lassen Sie vor allem Kleinkinder beim Essen im Freien niemals unbeaufsichtigt. Besondere Vorsicht gilt bei zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Eis oder Limonade.

Tipp: Bieten Sie Ihrem Kind draußen am besten nur wiederverschließbare Getränke aus der Flasche an. So vermeiden Sie, dass eine Wespe versehentlich in den Mund-Rachen-Raum gelangt.

Was hilft gegen Zecken?

Zwischen Frühjahr und Herbst ist Zeckenzeit in Deutschland. Die kleinen Blutsauger können Krankheitserreger wie das FSME-Virus übertragen. Umso wichtiger ist, dass Sie sich und Ihr Kind bestmöglich vor Zeckenstichen schützen.

  1. Auf Wegen bleiben
    Zecken sitzen auf Blättern oder Gräsern und gelangen von dort auf die menschliche Haut. Im hohen Gras, auf schmalen Pfaden oder im Unterholz ist die Chance, eine Zecke mitzunehmen, daher besonders groß. Wenn möglich, bleiben Sie auf breiten Waldwegen, und achten Sie darauf, dass Ihr Kind nicht mit kurzen Hosen durch das Unterholz streift. Auch bei Zecken gilt übrigens: Je heller die Kleidung, desto besser.
  2. Gründlich absuchen
    „Auf Waldwegen bleiben“: Das ist leichter gesagt als getan. Kinder wollen die Natur entdecken, klettern und durchs Gras rennen. Da fängt man sich schnell die eine oder andere Zecke ein. Zum Glück haben es die Tiere nicht eilig. Sie suchen sich meist in aller Ruhe eine gut durchblutete warme Hautstelle. Suchen Sie Ihr Kind deshalb möglichst alle zwei Stunden nach Zecken ab – insbesondere in den Leistenbeugen, den Kniekehlen, Achseln, im Nacken, am Gesäß und im Genitalbereich. Auch den Haaransatz am Kopf sollten Sie auf Zecken absuchen.
  3. Kleidung wechseln
    Alles Absuchen hilft nicht, wenn sich eine Zecke in der Kleidung versteckt hat. Ziehen Sie Ihrem Kind deshalb nach einem Ausflug ins Grüne am besten direkt frische Sache an und packen Sie die getragene Kleidung in die Wäsche.

Was tun bei Stichen?
Und wenn eine Zecke, Wespe oder Biene doch mal sticht? Dann ist das in der Regel kein Grund zur Sorge. Denn die Stiche sind zwar manchmal schmerzhaft, aber meistens unbedenklich. Schon mit einfachen Mitteln können Sie Ihrem Kind Linderung verschaffen und Entzündungen vorbeugen. In unserer Insektenstich-Checkliste haben wir die wichtigsten Schritte für Sie zusammengefasst.