Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,
im Rahmen der Bundesnotbremse wurden die Hygiene-Regelungen beim Einkaufen nochmals verschärft.
Bitte beachten Sie daher zur Vermeidung vorübergehender Marktschließungen die folgenden Regeln:

  • Einkäufe sind nur noch alleine und ohne Begleitung gestattet. Ausnahmen gelten zum Beispiel für Eltern mit kleinen Kindern oder Personen, die beim Einkauf Hilfe benötigen.
  • Pro Kunde ein Einkaufswagen. Dies dient zur Kontrolle der maximal zulässigen Personenanzahl. Das Betreten unserer Märkte ohne Einkaufswagen ist nicht gestattet.
  • Unsere Märkte schließen aufgrund eventueller Ausgangssperren früher. Kundinnen und Kunden, die sich zu dieser Zeit noch im Markt aufhalten, können selbstverständlich ihre Einkäufe abschließen.
  • Es besteht auch weiterhin die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nase-Bedeckung. Das bedeutet OP-Masken oder Masken mit dem Zertifikat FFP 2/KN 95 oder vergleichbar. Einfache Stoffmasken, Halstücher o. ä. sind nicht zulässig.
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Taschengeld für Kids – Lerneffekte, Tipps und rechtliche Grundlagen

Ein Thema, das in jeder Familie früher oder später auftaucht: Taschengeld. Und dazu gibt’s auch gleich ein paar grundlegende Fragen: Ab wann sollte Ihr Kind Taschengeld bekommen? Wie viel Geld braucht Ihr Kind in welchem Alter? Und wie können Sie ihm einen verantwortungsvollen Umgang beibringen? Die besten Tipps dazu, Empfehlungen von Experten, eine Taschengeld-Tabelle sowie tolle Vorlagen wie z. B. einen Taschengeld-Planer oder Bastelanleitungen für Spardosen finden Sie hier.

Alles Gute!
Ihr Meine Familie-Team

Warum ist Taschengeld wichtig?

Taschengeld ist sehr wichtig für die Entwicklung Ihres Kindes. Dabei ist die Höhe erstmal gar nicht so entscheidend. Sondern eher, dass Ihr Kind regelmäßig eine kleine Summe erhält, unaufgefordert und unabhängig von seinem Verhalten. Über diese Summe kann es frei verfügen. So entwickelt Ihr Kind langsam ein Gefühl dafür, mit dem eigenen Geld umzugehen. Außerdem lernt es dabei, den Wert von Gegenständen besser einzuschätzen. Plötzlich ist nicht mehr alles „einfach da“, sondern hat einen mehr oder weniger hohen Wert.

Ab wann sollte mein Kind Taschengeld bekommen?

Eine gängige Regel heißt: Sobald Ihr Kind rechnen kann, können Sie den Umgang mit Geld und Wechselgeld üben. Der Schulanfang ist ein guter Zeitpunkt dafür, denn so kann sich Ihr Kind auf dem Schulweg z. B. ein Eis oder eine Zeitschrift kaufen und fühlt sich gleich schon viel erwachsener. Machen Sie sich dabei keine Sorgen über „Fehlkäufe“. Aus denen lernt Ihr Kind, beim nächsten Mal klüger zu handeln. Wie heißt es so schön? Übung macht den Meister!

Erklären Sie Ihrem Kind, was es damit tun kann

Sprechen Sie mit Ihrem Kind ganz offen über die Höhe des Taschengeldes. Erklären Sie, dass es sein eigenes Geld ist und dass es dafür selbst verantwortlich ist. Es dauert bestimmt nicht lange, bis ganz viele Ideen durch den kleinen Kopf schießen, was es sich damit selbst kaufen kann – Spielzeuge, Stickerhefte oder Berge von Süßigkeiten. Sie sollten dabei nicht bewerten, wofür Ihr Kind sein Geld ausgeben möchte. Zeigen Sie ihm aber gerne an einem Beispiel, für welchen Zeitraum das Geld reichen muss und was passiert, wenn alles ausgegeben ist. Zum Beispiel so: „Du bekommst jede Woche 1 € Taschengeld. Das ist dein Geld. Du kannst es ausgeben oder sparen – ganz wie du möchtest. Du entscheidest, was damit passiert. Aber wenn du direkt am Anfang der Woche alles ausgibst, dann gibt es kein Extra-Geld für diese Woche. Dann musst du bis zur nächsten Woche warten, bevor du wieder neues Taschengeld bekommst. Denk daran, bevor du etwas kaufst.“

Üben Sie den Umgang mit Geld im Alltag

Nehmen Sie Ihr Kind mit zum Einkaufen und achten Sie zusammen auf die Preise im Supermarkt. Oder gehen Sie gemeinsam Ihre Einkaufsliste durch und versuchen Sie zusammen, immer die günstigsten Artikel zu finden. Sie planen, neue Möbel zu kaufen? Oder einen neuen Fernseher? Auch bei größeren Anschaffungen, die in der Familie geplant werden, können Sie Ihr Kind miteinbeziehen. Schließlich sind Sie für Ihren Nachwuchs das große Vorbild – auch beim Abwägen von Entscheidungen.

Rechtliche Grundlagen: der Taschengeld-Paragraph

„Muss ich meinem Kind ein Taschengeld zahlen? Und muss ich nicht dabei sein, wenn mein Kind etwas kaufen möchte?“ Nein und nein. Es gibt keine gesetzliche Regelung, die besagt, dass Sie Ihrem Kind ein Taschengeld zahlen müssen. Das ist ganz allein Ihre Entscheidung. Jedoch ist es wichtig, dass Ihr Kind lernt, Teil des wirtschaftlichen Lebens zu sein. Außerdem gibt ein Preis einem Gegenstand einen bestimmten Wert. Und wer kennt nicht das stolze Grinsen, wenn man sich vom „ersten eigenen Geld“ etwas kaufen kann?

Gut zu wissen: Der Taschengeld-Paragraph nach § 110 des Bürgerlichen Gesetzbuches besagt, dass Kinder ab sieben Jahren auch ohne Anwesenheit ihrer Eltern einen rechtskräftigen Kauf tätigen können. Die Voraussetzung dafür ist, dass Sie damit einverstanden sind und der Kauf mit dem zur Verfügung stehenden Taschengeld bezahlt werden kann. Natürlich behalten Sie das Recht, jeden Kauf wieder rückgängig machen zu können, wenn Sie mit etwas nicht einverstanden sind. Meistens kaufen jüngere Kinder aber nur Kleinigkeiten wie Zeitschriften, Süßigkeiten, Spiele oder kleinere Geschenke. Größere Anschaffungen liegen sowieso über ihrem Budget und einen Vertrag wie z. B. eine Ratenzahlung dürfen Minderjährige nicht ohne gesetzlichen Vertreter abschließen.

§ 110 BGB Bewirken der Leistung mit eigenen Mitteln
Ein von dem Minderjährigen ohne Zustimmung des gesetzlichen Vertreters geschlossener Vertrag gilt als von Anfang an wirksam, wenn der Minderjährige die vertragsmäßige Leistung mit Mitteln bewirkt, die ihm zu diesem Zweck oder zu freier Verfügung von dem Vertreter oder mit dessen Zustimmung von einem Dritten überlassen worden sind.

Die Taschengeld-Tabelle: Wie viel Geld in welchem Alter?

Stellen Sie zu Beginn ein paar Überlegungen an: Wie sieht Ihre finanzielle Lage aus? Wie viel können Sie sich pro Kind leisten? Und wie hoch sind z. B. die Kioskpreise in Ihrer Wohngegend? In Großstädten benötigen Kinder meist etwas mehr Taschengeld, da dort auch höhere Preise üblich sind.

Orientieren können Sie sich auch an den Empfehlungen des Deutschen Jugendinstituts und des Deutschen Kinderschutzbundes in der beigefügten Tabelle. Diese Richtwerte sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Wenn die ganze Familie Abstriche machen müsste, zahlen Sie Ihrem Kind lieber etwas weniger. Ein übermäßig hohes Taschengeld verfehlt außerdem seinen Zweck. Denn so lernt Ihr Kind, den Wert des Geldes nicht zu schätzen.

Jüngere Kinder können selten länger als eine Woche planen. Deshalb wird empfohlen, das Taschengeld anfangs wöchentlich auszuzahlen und später auf einen monatlichen Betrag zu wechseln. So lernt Ihr Kind, auch längerfristig mit seinem Ersparten auszukommen. Ab 14 Jahren wird ebenfalls ein sogenanntes Budgetgeld empfohlen, vom dem Ihr Kind dann selbstständig Kleidung, Kosmetik, Handy oder andere Ausgaben tätigen kann. 

Zahlen Sie pünktlich und zuverlässig
Dieser Punkt ist besonders wichtig für den gewünschten Lerneffekt: Denken Sie immer an die Auszahlung des Taschengeldes, ohne dass Ihr Kind Sie daran erinnern muss. Unser Tipp: Stellen Sie sich eine Erinnerung auf dem Smartphone oder schreiben Sie sich die Auszahlung als Termin in Ihren Kalender.

Darf ich Regeln für die Taschengeld-Verwendung aufstellen?

Theoretisch kann und soll Ihr Kind selbst entscheiden, was es mit seinem Geld tun möchte. (Denken Sie daran: Übung macht den Meister.) Aber Sie können sich auch auf ein paar grundlegende Regeln einigen. Zum Beispiel darauf, dass Ihr Kind sich seinen neuen Füller aussuchen darf und Sie ihn bezahlen. Falls es ihn aber verliert oder absichtlich kaputt macht, muss es ihn selbst ersetzen. Genauso können Sie vereinbaren, dass sich Ihr Kind an den Kosten für sein Handy oder die Prepaidkarte beteiligt oder sie z. B. selbst aufladen muss, wenn das erste Guthaben aufgebraucht ist. Je nach Alter Ihres Kindes können Sie ihm so nach und nach mehr Verantwortung übertragen.

Vorsicht vor Abo-Fallen
Besonders in Zeiten von Smartphones und Online-Shopping sollten Sie vorsichtig sein: Viele Käufe im Internet sind an Abonnements oder Bedingungen gebunden. Klären Sie Ihre Kinder über solche – teils versteckten – Abo-Fallen auf und warnen Sie sie davor.

Motivieren Sie Ihr Kind mit Sparzielen

Hat Ihr Kind einen bestimmten Wunsch? Zum Beispiel ein neues Buch, ein Fahrrad oder eine neue Puppe? Schlagen Sie Ihrem Kind den Wunsch als Sparziel vor. Wenn der Preis zu hoch ist, können Sie auch eine Grenze festlegen, ab der Sie den Restbetrag dazutun. Sparziele motivieren dazu, Ausgaben längerfristig zu planen und bedachter mit seinem Ersparten umzugehen. Basteln Sie doch gemeinsam ein buntes Sparschwein und schreiben Sie den Wunsch darauf, z. B. mit unseren Spardosen-Vorlagen.

Wie lange sollte Taschengeld gezahlt werden?

Diese Entscheidung liegt wieder einmal ganz bei Ihnen. Das A und O ist auch hier: klare Kommunikation. Damit Ihr Kind nicht denkt, Sie wollen es nicht mehr unterstützen. Experten empfehlen als Faustregel, so lange Taschengeld zu zahlen, bis Ihr Kind volljährig ist oder eine Ausbildung begonnen hat und eigenständig Geld verdient.

7 Tipps zum Umgang mit Taschengeld

Dos

Kinderbücher über das Sparen lesen
Wie lernen Kinder am besten? Durch Geschichten, in denen verschiedene Konsequenzen aufgezeigt werden. Deshalb gibt es viele kindgerechte Bücher zum Thema Geld, die Sie gemeinsam lesen können.

Taschengeld-Planer führen
Von Anfang an alles im Blick mit einem Taschengeld-Planer. Dort kann Ihr Kind sein Taschengeld und die Käufe eintragen. Unterm Strich sieht es dann direkt, wie viel Geld noch übrigbleibt. Kaufen Sie dafür ein schönes Buch oder drucken Sie einfach unsere Taschengeld-Planer-Vorlage aus. 

Sparziele festlegen
Beim Sparen lernt Ihr Kind, dass man nicht alles sofort kaufen kann. Außerdem übt es dabei, seine Kaufentscheidungen abzuwägen. „Wenn ich mein Taschengeld jetzt ausgebe, dann muss ich länger für meinen anderen Wunsch sparen.“

Pünktliche Auszahlung
Stellen Sie sich eine Erinnerung, damit Ihr Kind sich darauf verlassen kann, sein Taschengeld immer pünktlich zu bekommen. 

Don’ts

Taschengeld nicht als Druckmittel verwenden
Taschengeld ist keine Belohnung und auch keine Bestrafung. Deshalb sollte die Höhe unabhängig davon sein, ob Ihr Kind lieb war, seine Hausaufgaben gemacht hat oder sich an Abmachungen gehalten hat.

Käufe kritisieren oder verbieten
Auch wenn Ihnen ein Kauf mal nicht so sinnvoll erscheint, versuchen Sie, die Entscheidung Ihres Kindes nicht zu kritisch zu sehen. Aus Fehlern lernt man schließlich.

Übermäßig viel Taschengeld zahlen
Dadurch lernt Ihr Kind nicht, sich sein Geld einzuteilen oder auch mal eine Zeit lang ohne Ausgaben auszukommen. Für einen verantwortungsvollen Umgang ist das allerdings sehr wichtig.

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wer darf am „Meine Familie“-Vorteilsprogramm teilnehmen?

Das „Meine Familie“-Vorteilsprogramm richtet sich an Familien mit Kindern – wobei z. B. auch Großeltern ihre Enkel anmelden dürfen. Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist lediglich die Anmeldung mindestens eines Kindes im Alter zwischen 0 und 10 Jahren im real Konto unter dem Service „Meine Familie“. Jedes Kind darf nur einmal angemeldet werden.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, wird nur noch zweimal jährlich Vorteilspost per E-Mail versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher. Prüfen Sie ggf. auch, ob sich die entsprechende E-Mail ggf. in Ihrem Spam-Ordner befindet.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

Sind Sie bereits für den Meine Familie Newsletter angemeldet? Falls nicht, können Sie dies hier tun. Nur so erhalten Sie regelmäßig digitale Post von uns, u.a. auch die Geburtstagspost für Ihren Nachwuchs. Prüfen Sie bitte außerdem, ob sich die entsprechende E-Mail ggf. in Ihrem Spam-Ordner befindet. In allen anderen Fällen wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Wann erhält man das „Meine Familie“-Willkommensgeschenk?

Das „Meine Familie“-Willkommensgeschenk erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten. Hierzu wird ein entsprechender Abholschein versendet.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.