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Brotdose für Kinder – gestärkt durch den Vormittag

„Vergiss deine Brotdose nicht!“ – bevor es für die Kinder aus dem Haus geht, wird noch schnell die Brotdose zusammen mit der Trinkflasche im Rucksack verstaut. Ein zweites Frühstück in der Kita oder Schule ist wichtig, damit Ihr Kind den ganzen Vormittag über leistungsfähig, aufmerksam und konzentriert sein kann. Wenn es den Inhalt wirklich isst! Hier erfahren Sie alles rund um das zweite Frühstück, wie eine gesunde Brotdose gefüllt sein sollte und welche Lebensmittel weniger geeignet sind. Außerdem gibt’s Tipps, die Ihrem Kind Appetit machen aufs Frühstück to go.

Herzlichst
Ihre Dagmar von Cramm

Warum soll ich meinem Kind eine Brotdose mitgeben?

Im Kindergarten und vor allem in der Schule wird von den Kleinen eine Menge an Konzentration, Energie und Leistung erwartet. Mit einem Frühstück in den Morgen zu starten, liefert die nötige Energie für den Start in den Tag. Die Energiespeicher, die über Nacht geleert wurden, können so wieder aufgefüllt werden. Doch warum ist es für Kinder wichtig, im Kindergarten oder in der Schule noch einmal etwas zu frühstücken? Ein Blick auf die Leistungskurve zeigt, dass wir am Vormittag zwischen 9 und 10 Uhr den Hochpunkt an Leistung erreichen. Danach sinkt die Kurve ab. Mit einem zweiten Frühstück, genau zu dieser Zeit, kann der Abfall der Kurve deutlich abgefangen werden.

Kinder haben durch ihr Wachstum einen hohen Energiebedarf, können aber noch gar nicht so viel auf einmal essen. Das gilt vor allem für Kleinkinder. Schulkinder brauchen auch noch eine Brotzeit am Vormittag. Vor allem, wenn sie nicht richtig gefrühstückt haben. Der gesunde Energienachschub fördert die Leistung in der Schule und gibt Energie fürs Spielen und Toben im Kindergarten.

Laut einer amerikanischen Studie kann ein gesundes regelmäßiges erstes und zweites Frühstück sogar Übergewicht verhindern.

Aber nicht nur Essen ist wichtig, sondern auch Trinken, um die Konzentration und Leistung den ganzen Tag aufrecht zu halten. Deshalb darf neben der Brotdose eine Trinkflasche nicht fehlen.

Was gehört zu einem gesunden Frühstück?

Die richtige Auswahl und der Mix an Lebensmitteln ist entscheidend. Studien haben nachgewiesen, dass Lebensmittel mit geringem glykämischen Index positive Auswirkungen auf die Konzentration, Aufmerksamkeit und Leistung von Kindern haben. Dazu zählen Vollkornbrot, Milch und Milchfrischprodukte, Gemüse oder Obst.

Der glykämische Index misst, wie schnell ein Lebensmittel unseren Blutzuckerspiegel steigen lässt. Je niedriger er ist, desto langsamer steigt der Blutzucker, fällt ebenso langsam wieder ab und versorgt das Gehirn stetig mit Glukose. Zuckriges, süße Getränke, Weißbrot, Laugenbrezeln oder Reis-Cracker dagegen lassen den Blutzucker explodieren – und ebenso schnell wieder abfallen. Ballaststoffe, Eiweiß und auch Fett hingegen flachen die Blutzuckerkurve ab: gut für die Leistungsfähigkeit.

Ein gesundes Frühstück sollte aus vier Komponenten bestehen: Aus Getreideprodukten, Milchprodukten, Obst und Gemüse und nicht zu vergessen: etwas zu trinken. Welche Nährstoffe die Komponenten liefern und welche Lebensmittel hierfür geeignet sind, zeigt die folgende Tabelle:

Lebensmittelgruppe Welche Lebensmittel? Warum?
Brot und Getreideprodukte mit Nüssen und Saaten Vollkornprodukte sind die beste Wahl
z. B.
- Vollkornbrot
- Mischbrot
- Vollkornbrötchen mit Saaten
- Haferflocken
- Müsli ohne Zucker
Getreide besteht vorwiegend aus Kohlenhydraten, die leicht verdaulich sind. Ballaststoffe, gute Fette und Eiweiß in Vollkorn, Nüssen und Saaten machen lange satt.
Milch und Milchprodukte - Milch
- Naturjoghurt
- Quark
- Käse, Mozzarella
- Frischkäse
Milchprodukte sind Eiweiß- und Kalziumlieferanten, die wichtig für starke Knochen und gesunde Zähne sind. Der Fettgehalt sollte niedrig sein und auf Zuckriges verzichtet werden.
Obst und Gemüse Saisonal, regional, bunt und am besten roh
z. B.
- Apfelschnitze
- Beeren
- Paprikasticks
- Cocktailtomaten
- Karottensticks
- Radieschenscheiben
Als Snack liefern Obst und Gemüse viele weitere Vitamine, Mineral-, Ballast- und Bioaktivstoffe, die das Immunsystem stärken. Je vielfältiger, desto besser. Unterschiedliche Farben signalisieren oft unterschiedliche Nährstoffe!
Getränk - Mineralwasser still oder leicht gesprudelt
- Leitungswasser
- Früchtetee ungesüßt
- dünn gemixte Fruchtschorlen
- Wasser mit frischen Früchten
Regelmäßiges Trinken ist wichtig für die Konzentration. Als Durstlöscher sollte immer ein Getränk beim Frühstück dabei sein. Wasser für die Trinkflasche ist dabei die beste Wahl. Süße Getränke – auch Säfte – sind ungünstig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, das Vollkornbrot dünn mit Butter, Margarine oder Frischkäse zu bestreichen und wahlweise mit fettarmer Wurst (z. B. Pute), magerem Schinken, einer Käsescheibe oder einem vegetarischen Aufstrich zu belegen. Obst und Gemüse als Fingerfood gehören in jedem Fall dazu.

Wichtig: Der Belag vom Brot sollte dünner sein als das Brot selbst – nicht umgekehrt!

Eine Studie zu den Frühstücks- und Vespergewohnheiten von Grundschulkindern zeigte auf, dass 15 % ohne Frühstück in die Schule kommen und nur 6 % in der Pause nichts essen. Jedoch ist bedenklich, dass vor allem mit zunehmendem Alter die Kinder immer seltener frühstücken. Dies zeigten die Ergebnisse der KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts, das die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland 2013 untersuchte.

Doch gerade durch das Frühstück sollen Schulkinder sich besser konzentrieren können, aufmerksamer und leistungsfähiger sein. Eine Studie der Universität Cardiff in Wales konnte 2015 sogar den bisher stärksten Beweis liefern, dass durch ein gesundes Frühstück die schulische Leistung bei Klausuren verbessert wird. Eine wichtige Erkenntnis dabei war, dass es vor allem darauf ankam, was die Kinder gegessen haben. Süßigkeiten oder Chips trugen nicht zu einer besseren schulischen Leistung bei.

So viel sollte in der Brotdose für Kinder sein

Üppig gefüllt oder doch nur ein kleiner Snack? Das Frühstück sollte insgesamt 1/3 des Tagesbedarfs abdecken. Dabei wird das erste Frühstück, das zu Hause gegessen wird, mit dem zweiten Frühstück, in Kindergarten oder Schule, zusammengerechnet. Wie viel Ihr Kind demnach in der Brotdose mitnehmen sollte, richtet sich danach, wie viel es zu Hause gefrühstückt hat. Hat es tüchtig gefuttert, dann reicht ein kleinerer Snack völlig aus, um vormittags genug Energie zu tanken. Kinder die morgens weniger essen, sollten dagegen in der Lunchbox mehr dabeihaben! Das erste und zweite Frühstück sollte sich idealerweise ergänzen, sodass alle relevanten Lebensmittelgruppen abgedeckt sind. Übrigens: Auch für Babys gegen Ende des ersten Lebensjahres, die schon sitzen und Fingerfood greifen können, ist nicht nur eine Trinkflasche, sondern auch eine Lunch- oder Obstbox für unterwegs ideal.

Tipp für kleine Morgenmuffel: Ein Glas Milch oder ein Joghurt genügt erst einmal, wenn Ihr Kind morgens noch nichts runterbekommt. Dagegen sollte dann aber die Lunchbox für unterwegs umso größer und bunter ausfallen.

Ein Frühstück, je nach Alter Ihres Kindes, könnte beispielsweise so aussehen:

  1–4 Jahre
300–360 kcal
4–7 Jahre
375–450 kcal
7–10 Jahre
450–540 kcal
1. Frühstück zu Hause ½ Tasse heiße Milch oder Kakao (½ TL Kakaopulver)
Müsli mit:
2 EL Haferflocken
2 EL Naturjoghurt
1 Handvoll frischem Obst
1 Tasse heiße Milch oder Kakao (1 TL Kakaopulver)
Müsli mit:
3 EL Haferflocken
3 EL Naturjoghurt
1 Handvoll frischem Obst
1 Tasse heiße Milch oder Kakao (1 TL Kakaopulver)
Müsli mit:
3 EL Haferflocken
3 EL Naturjoghurt
1 Handvoll frischem Obst
2. Frühstück in Kita oder Schule 1 belegte Vollkornbrotscheibe mit ½ TL Butter und 1 Scheibe magere Wurst 1 belegte Vollkornbrotscheibe mit ½ TL Butter und 1 Scheibe magere Wurst 1 belegtes Vollkornbrötchen mit 1 TL Butter, 1 Scheibe magere Wurst und 1 Scheibe Käse
Snacks (zum 1. oder 2. Frühstück) 1 Handvoll Gemüsesticks (oder mit aufs Brot) 1 Handvoll Gemüsesticks (oder mit aufs Brot) 1 Handvoll Gemüsesticks (oder mit aufs Brot)
Getränk (über den ganzen Vormittag verteilt und zum Frühstück dazu) ca. 400 ml Wasser (1–2 Gläser) mind. ½ Liter Wasser (mind. 2 Gläser) mind. ½ Liter Wasser (mind. 2 Gläser)

Eine Handvoll bezieht sich jeweils auf die Kinderhand: kleine Hände – kleine Portionen, große Hände – größere Portionen!

Reste sind nicht schlimm. Man hat schließlich nicht immer gleich viel Hunger. Aber sicher hilft es, mit dem Kind gemeinsam in Ruhe zu besprechen, was es sich wünscht – und was es gar nicht mag. Oft schauen die Kleinen auch ab, was die anderen in ihren Brotdosen mitbekommen. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus, so kann ebenfalls die Vielfalt und Akzeptanz erhöht werden. Manchmal hat es auch ganz andere Gründe, warum der Appetit fehlt. Und oft sind es auch nur Phasen. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen: Übergewicht ist auch bei Kindern ein größeres Problem als Mangelernährung.

Das gehört nicht in eine gesunde Brotdose für Kinder

Versuchen Sie abgepackte Kinder-Produkte zu vermeiden. Obstquetschbeutel sind lange nicht so gesund wie frisches Obst. Riegel oder süße Milchprodukte sind ebenfalls in den meisten Kindergärten unerwünscht – zu Recht. Das gilt auch für Säfte, Limos, süße Milchmixgetränke oder Kuchen.

Tipps für die perfekte Brotdose

  • Wechseln Sie die Brotsorten ab.
  • Stichwort Fingerfood: Gemüse in Sticks und Obst in kleine Stücke schneiden, sodass schnell gesnackt werden kann.
  • Für Kinder ab 4 Jahren eignen sich auch verschiedene Nüsse. Diese liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren und sind ein super Snack.
  • Verwenden Sie Boxen mit Fächern, sogenannte Bento-Boxen, sodass das belegte Brot nicht von den Cocktailtomaten aufgeweicht wird! So sieht alles noch appetitlich aus nach dem Transport im Rucksack.
  • Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden und fragen Sie hin und wieder, was es gerne haben möchte.
  • Nehmen Sie sich am Morgen kurz Zeit die Brotdose zu richten. Sie müssen kein Meisterwerk an Kreativität zaubern! Hin und wieder eine kleine Überraschung für das Kind, wenn es die Dose öffnet, erfreut aber sicherlich Sie beide.
  • Keine Lust auf ein langweiliges Pausenbrot? Auch ein Joghurt mit Haferflocken und Früchten liefert alle wichtigen Nährstoffe. Der lässt sich schon abends richten.
  • Wer kleine Schleckermäuler zu Hause hat – vielleicht können ja Rosinen oder Trockenfrüchte die Lust auf Süßes stillen.
  • Auch Reste vom Vortag kommen bei Kindern gut an. Die Gemüse-Pizza schmeckt in der Pause auch kalt richtig gut oder Pfannkuchen können als Wraps herzhaft oder fruchtig gefüllt werden.

Aus Kunststoff oder Edelstahl? Welche Brotdose soll es sein?

Bei der Auswahl einer geeigneten Brotdose für Kinder gibt es inzwischen eine immense Auswahl. Wichtig ist, dass die Dose für Lebensmittel geeignet ist. Dies wird durch die „Lebensmittelechtheit“ gewährleistet. Dies erkennen Sie anhand eines kleinen Symbols an der Unterseite aus Glas und Gabel.

Außerdem sollten Sie bei einer Dose aus Kunststoff auf die Angabe BPA-frei achten. BPA ist die Abkürzung für den Weichmacher Bisphenol A. Der Stoff wird bei der Produktion von Kunststoff eingesetzt und besitzt eine hormonähnliche Wirkung. In Verbindung mit Lebensmitteln hat dieser Stoff also nichts zu suchen!

Neben der klassischen Box aus Kunststoff oder Bambus werden Edelstahlboxen immer beliebter. Diese sind meist schlichter ohne bunte Sticker und Motive. Auch Brotdosen aus Holz sind im Trend. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Holz unbehandelt ist und schadstofffrei verarbeitet wurde. Hier reicht gründliches Waschen – während des Trocknens desinfizieren die Gerbstoffe im Holz die Oberfläche.

Nicht nur beim Material, sondern auch bei der Form der Boxen gibt es Unterschiede. Viele kleine Fächer sind optimal geeignet, um Ihrem Kind verschiedene Speisen mitzugeben. Diese sogenannten Bento-Boxen liegen im Trend! Bento bedeutet, dass in der Box durch viele kleine Fächer unterschiedliche Speisen mitgenommen werden können. Der Trend ist von Japan zu uns nach Deutschland gekommen. Dort ist es Alltag, dass die Mütter ihren Kindern eine Lunchbox zaubern, die aus vielen kleinen Speisen besteht, die oft toll dekoriert sind.

Können die kleinen Fächer dann auch noch beliebig kombiniert und gewechselt werden, haben Sie eine flexible Brotdose für jedes Essen. Speziell für Müslis gibt es auch Becher, um Milch oder Joghurt getrennt von Obst oder Getreideflocken zu transportieren. 

Für welche Brotdose Sie und Ihr Kind sich auch entscheiden – wichtig ist, dass sie Ihrem Kind gefällt und es gerne daraus isst.

Fazit

Ein zweites Frühstück für Kindergarten oder Schule ist wichtig für die nötige Energie am Vormittag. Es steigert die Konzentration und Aufmerksamkeit und trägt zu einer höheren Leistung bei. Damit alle wichtigen Nährstoffe geliefert werden, sollte es aus Vollkorngetreideprodukten, Milchprodukten sowie Obst und Gemüse bestehen. Kinder sollten dabei das Trinken nicht vergessen! Optimal ist es, wenn sich das erste und zweite Frühstück ergänzen und immer wieder Abwechslung in die Brotdose gebracht wird.

Denken Sie daran: Die Brotdose muss kein Kunstwerk werden. Kleinigkeiten reichen aus, um Ihrem Kind eine Freude zu bereiten.

Häufig gestellte Fragen zum "Meine Familie" Vorteilsprogramm

Wer darf am „Meine Familie“-Vorteilsprogramm teilnehmen?

Das „Meine Familie“-Vorteilsprogramm richtet sich an Familien mit Kindern – wobei z. B. auch Großeltern ihre Enkel anmelden dürfen. Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist lediglich die Anmeldung mindestens eines Kindes im Alter zwischen 0 und 10 Jahren im real Konto unter dem Service „Meine Familie“. Jedes Kind darf nur einmal angemeldet werden.

Woran liegt es, wenn die Vorteilspost während eines Quartals ausbleibt?

Für Kinder, die ihr viertes Lebensjahr erreicht haben, wird nur noch zweimal jährlich Vorteilspost per E-Mail versendet. Dies kann der Grund dafür sein, dass Teilnehmer am „Meine Familie“-Programm plötzlich weniger Post erhalten als vorher. Prüfen Sie ggf. auch, ob sich die entsprechende E-Mail ggf. in Ihrem Spam-Ordner befindet.

Was ist zu tun, wenn ein bei „Meine Familie“ angemeldetes Kind zum Geburtstag keine Geburtstagspost bekommen hat?

Prüfen Sie ob sich die entsprechende E-Mail ggf. in Ihrem Spam-Ordner befindet. Sollte dies nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte über das Kontaktformular an den „Meine Familie“-Kundenservice.

Wann erhält man das „Meine Familie“-Willkommensgeschenk?

Das „Meine Familie“-Willkommensgeschenk erhalten einmalig alle beim „Meine Familie“-Vorteilsprogramm angemeldeten Kinder im Alter von 0 bis 24 Monaten. Hierzu wird ein entsprechender Abholschein versendet.

Wie können Daten, die bei der Anmeldung beim „Meine Familie“ Programm angegeben wurden, geändert werden?

Die im real Konto hinterlegten Daten können jederzeit eingesehen und bearbeitet werden. Nach dem Login unter www.real-markt.de kann der Datensatz geändert, ergänzt oder gelöscht sowie Kinder neu angemeldet werden. Um die Änderungen zu übernehmen, muss abschließend der Button „Änderungen speichern“ angeklickt werden.